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Andrej Voronin (M.) schoss gegen Leverkusen sein 11. Saisontor © getty

Dank eines kuriosen Tors des Ukrainers schlägt Berlin Bayer Leverkusen und hält damit den Abstand auf die Verfolger aufrecht.

Berlin - Spitzenreiter Hertha BSC hat dank Torjäger Andrej Voronin seinen Höhenflug fortgesetzt.

Der immer gefährliche Ukrainer führte die Berliner mit einem kuriosen Tor mit der Schulter in der 50. Minute zum 1:0-Sieg über Bayer Leverkusen, markierte sein elftes Saisontor und erzielte wie schon beim 1:0 im Hinspiel den "Treffer des Tages".

Die "Alte Dame" führt nach dem zehnten Heimsieg in Folge weiter die Tabelle souverän an.

"Glückwunsch an Hertha. Mit so einer Ruhe kann man deutscher Meister werden", erkannte da auch Gäste-Coach Bruno Labbadia neidlos an.

Seine Werkself hingegen blieb auch im vierten Spiel in Folge sieglos und verliert immer mehr den Anschluss an die internationalen Plätze.

Zunächst ohne Risiko

Labbadia gab Pirmin Schwegler für Arturo Vidal (Gehirnerschütterung) eine Chance von Beginn an, der Schweizer blieb jedoch blass.

Hertha trat zum vierten Mal in Folge in gleicher Besetzung an und feierte den ersten Heimsieg über Leverkusen seit über vier Jahren. Gojko Kacar saß nach überstandener Reizung der Achillessehne wieder auf der Bank.

Vor 58.753 Zuschauern bemühten sich beide Teams von Beginn an um die Kontrolle des Spiel, vermieden aber zunächst jegliches Risiko.

Keine Hurra-Ansätze

Die Gäste aus Leverkusen versteckten sich wie erwartet nicht und hatten durch einen Flachschuss von Nationalspieler Simon Rolfes (10.) die erste Chance. Zuvor hatte Stefan Kießling gegen zwei Berliner das Kopfball-Duell gewonnen.

Berlin verzichtete wie immer unter Trainer Lucien Favre auf jeden Ansatz von Hurra-Stil, hatte aber Probleme im Spielaufbau.

Raffael verzettelte sich zu oft, der Ex-Leverkusener Voronin war als einzige Spitze zunächst aber überfordert.

Handelfmeter verwehrt

In der 21. Minute reklamierten die Gäste Handspiel von Rodnei im Strafraum, doch Schiedsrichter Babak Rafati ließ weiterspielen.

Nach dem Wechsel erhöhten die Berliner wie so oft in vergangenen Wochen das Tempo. Raffael kam in der 47. Minute zur ersten echten Torchance.

Nach einem missglückten Fernschuss von Pal Dardai kam der Brasilianer aus zehn Metern frei zum Schuss, doch Adler tauchte rechtzeitig ab.

Voronin mit Glück

Mehr Glück hatten die Gastgeber drei Minuten später. Nach einem Doppelpass mit Maximilian Nicu traf Voronin zunächst nur Adlers Fuß, doch der Abpraller traf direkt Voronins Schulter, von dort flog der Ball ins Tor.

Nach dem Gegentor ging bei Leverkusen im Angriff fast gar nichts mehr.

Die Hertha hatte so keine Mühe, den 1:0-Vorsprung zu verwalten, ohne selbst glänzen zu müssen.

"Genau das ist ihre Qualität"

"Wir wollten aus einer kompakten Abwehr nicht ins offene Messer laufen, doch wir hatten zu viele einfach Ballverluste", benannte Labbadia das Problem seines Teams.

Hertha-Trainer Lucien Favre kommentierte nüchtern: "Wir sind sehr zufrieden mit dem 1:0 gegen Leverkusen, eine der besten Mannschaften in Deutschland."

Leverkusen wäre in Halbzeit ein besser gewesen, "nach dem Wechsel haben wir mehr probiert. Es war doch am Ende sehr eng".

Auch Labbadia meinte, dass Hertha eigentlich nicht viel mehr aufbot als seine Elf. Dass sie trotzdem gewonnen habe, sei aber "genau ihre Qualität".

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