vergrößernverkleinern
Vedad Ibisevic (r.) erzielt gegen Gladbach sein drittes Saisontor © getty

Im Aufsteigerduell feiert 1899 Hoffenheim gegen Mönchengladbach den zweiten Sieg in Folge. Die Borussia hat einen Fehlstart.

Mannheim - Dorfklub 1899 Hoffenheim mischt weiter die Bundesliga auf. Eine Woche nach dem Traumstart in die Saison bei Energie Cottbus (3:0) setzte sich der Neuling bei seiner Heimpremiere in der Eliteklasse im Mannheimer Exil 1:0 (1:0) gegen Mitaufsteiger Borussia Mönchengladbach durch.

Das Team von Trainer Ralf Rangnick verteidigte zunächst einmal erfolgreich die Tabellenführung.

Der Bosnier Vedad Ibisevic (31.) erzielte den entscheidenden Treffer gegen die Gladbacher, die mit zwei Niederlagen in Folge einen klassischen Fehlstart hinlegten.

Beide Trainer üben Kritik

"Wir haben in der ersten Hälfte nicht so gut gespielt wie wir das eigentlich können. Deshalb war die Führung zur Halbzeit auch etwas schmeichelhaft", sagte Hoffenheims Trainer Ralf Rangnick: "Nach der Pause haben wir dann richtig stark gespielt und am Ende hochverdient gewonnen."

Unzufrieden war auch Jos Luhukay.

"Wir haben uns heute sicher besser verhalten als letzte Woche. In zwei Situationen vor dem 0:1 hatten wir gute Kontermöglichkeiten, bei denen der letzte Pass fehlte", sagte der Coach von Borussia Mönchengladbach: "Nach der Halbzeit haben wir alles versucht, um den Ausgleich zu erzielen. Dass man dann hinten sehr offen steht und der Gegner zu Chancen kommt, ist normal."

Im Mannheimer Exil

Vor 26.300 Zuschauern im ausverkauften Carl-Benz-Stadion - darunter Gladbach-Fan und DFB-Präsident Theo Zwanziger - wirkten die Hoffenheimer, deren 50 Millionen teure und 30.000 Zuschauern Platz bietende neue Rhein-Neckar-Arena erst zu Beginn der Rückrunde bezugsfertig ist, in der Anfangsphase nervös.

Hoffenheim war zwar um einen konstruktiven Spielaufbau bemüht, machte dabei aber viele Fehler.

Die Mannschaft aus dem 3300 Einwohner zählenden Stadtteil von Sinsheim, die ohne Andreas Ibertsperger (Wadenverletzung), Chinedu Obasi (Olympia-Abstellung), Jonas Strifler (Rückenprobleme) und Wellington (Muskelfaserriss) auskommen musste, konnte sich erst in der 20. Minute die erste gute Gelegenheit durch den Bosnier Sejad Salihovic erarbeiten.

Dritter Treffer von Ibisevic

Im Anschluss an diese Szene wurden die Gladbacher immer stärker in die Defensive gedrängt.

Nach dem Demba Ba und Per Nilsson zwei gute Chancen für den Klub von Mäzen Dietmar Hopp nicht nutzen konnten (29.), machte es Ibisevic, der schon in Cottbus zweimal getroffen hatte, besser.

Bie den Gästen fehlten die verletzten Soumaila Coulibaly, Steve Gohouri, Sebastian Schachten sowie Sharbel Touma. Nationalspieler Oliver Neuville saß aufgrund seines Trainingsrückstands zunächst nur auf der Ersatzbank.

"Erster Sturm"

Nach dem Seitenwechsel bemühten sich die Gäste zwar um den Ausgleich, allerdings waren die Angriffsversuche zumeist äußerst harmlos und stellten die Gastgeber zunächst vor keine ernsthaften Probleme.

Nach einer Stunde reagierte Borussen-Trainer Jos Luhukay und wechselte sowohl Neuville als auch Sturmkollege Rob Friend ein.

Trotz der Einwechslung des "ersten Sturms" sorgte zunächst die Gladbacher Abwehr für Gefahr vor dem eigenen Tor.

Zahlreiche Chancen

Nach einem katastrophalen Fehler von Innenverteidiger Jan Ingwer Callsen-Bracker konnten die Hoffenheimer das Chaos im Strafraum der Gäste aber nicht nutzen (64.).

Nur fünf Minuten später vergab Ba die große Gelegenheit zur Vorentscheidung.

Dasselbe Kunststück gelang Nilsson 60 Sekunden später bei seinem Kopfball an die Latte.

Marin überzeugt

Beste Spieler auf Seiten der Platzherren, die für die Modernisierung des Carl-Benz-Stadions 500.000 Euro zuschießen musste, waren der Ex-Gladbacher Marvin Compper und Sejad Salihovic.

Auf Seiten der Gladbacher konnten vor allem Nationalspieler Marko Marin und der Franzose Karim Matmour überzeugen.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel