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Demel (l.) rückte für Bastian Reinhardt in die Startelf © getty

Hamburg siegt in einer mäßigen Partie dank eines KSC-Eigentores und eines Last-Minute-Treffers. Neuzugang Petric sitzt lange auf der Bank.

Hamburg - Der niederländische Nationalspieler Joris Mathijsen hat seinem Landsmann Martin Jol den ersten Sieg in der Bundesliga beschert.

Der Verteidiger traf in der 90. Minute zum glücklichen 2:1 (1:0) für den Hamburger SV und den neuen Trainer Jol gegen den Karlsruher SC.

Eine Woche nach dem starken Auftakt beim 2:2 bei Meister Bayern München ging der HSV durch ein Eigentor von Tim Sebastian (33.) in Führung.

Sebastian Freis gelang in der (67.) Minute der verdiente Ausgleich für Karlsruhe, Mathijsen stocherte den Ball schließlich zum 2:1 über die Linie.

KSC ebenbürtig

Der KSC zeigte sich 98 Tage nach dem 0:7-Debakel in Hamburg diesmal als ebenbürtiger Gegner.

Ein 18-Minuten-Debüt gab der von Borussia Dortmund an die Alster gewechselte Stürmer Mladen Petric.

In der ausgeglichenen Begegnung vor 50.637 Zuschauern bemühte sich die HSV-Offensive dagegen vergeblich, Gäste-Torwart Markus Miller zu überwinden.

Schon in der sechsten Minute war der Karlsruher Schlussmann zur Stelle, um eine Flanke von Ivica Olic vor dem einschussbereiten Paolo Guerrero zu klären.

Mitte der ersten Spielhälfte scheiterten die beiden Hamburger Stürmer dann im Doppelpack aus kürzester Distanz an dem glänzend aufgelegten Keeper (24.).

Sebastian überwindet Miller

Chancenlos war Miller allerdings nach einer halben Stunde, als Sebastian versuchte, eine Hereingabe von links aus dem Strafraum zu schlagen.

Der Ball rutschte dem 24-jährigen Abwehrspieler über den Spann und segelte über den verdutzten Miller ins KSC-Gehäuse.

Trochowski klärt auf der Linie

Auf der anderen Seite hatten allerdings auch die Gäste Möglichkeiten, zu Toren zu kommen.

In der siebten Minute sprang Sebastian Freis der Ball nach einer Flanke von Joshua Kennedy unmittelbar vor dem Hamburger Tor unglücklich vom Fuß.

Zehn Minuten später rettete HSV-Torwart Frank Rost außerhalb des Strafraums vor dem heranstürmenden Freis.

Ein drohendes Eigentor von Collin Benjamin verhinderte kurz darauf Piotr Trochowski, der die Situation auf der Linie klärte (29.).

Karlsruhe drängt auf Augleich

Nach dem Seitenwechsel drängte der KSC auf den Ausgleich, blieb aber zunächst im Abschluss glücklos.

Die beste Möglichkeit für den HSV zum 2:0 vergab in der 57. Minute Olic, der freistehend aus zehn Metern Sebastian anschoss.

Wenige Minuten später wurde das Anrennen der Gäste dann doch belohnt, als Freis den HSV-Torwart mit einem Flachschuss aus zwölf Metern überwand.

Beste Akteure im Team von Martin Jol waren Mittelfeldspieler Trochowski sowie Nigel de Jong als Abräumer vor der Abwehr. Auf Seiten des KSC verdienten sich Miller und Kapitän Maik Franz die Bestnoten.

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