vergrößernverkleinern
Verbissenes Duell: Manuel Friedrich (l.) im Zweikampf mit Jan Simak © getty

Leverkusen verhindert dank des Nationalstürmers den totalen Fehlstart in die neue Saison. Gegen Stuttgart sticht am Ende ein Joker.

Stuttgart - Bayer Leverkusen hat einen Fehlstart in die neue Saison verhindert.

Die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia gewann beim VfB Stuttgart verdient mit 2:0 (1:0) und machte die 2: 3-Niederlage zum Bundesliga-Auftakt gegen Borussia Dortmund wett.

Stuttgart konnte dagegen den Schwung des 3:1-Sieges bei Aufsteiger Borussia Mönchengladbach nicht mitnehmen und enttäuschte bei der ersten Heim-Pleite seit knapp sieben Monaten auf der ganzen Linie.

Zweites Saisontor für Helmes

Nationalspieler Patrick Helmes gelang mit seinem zweiten Saisontor in der 35. Minute für Führung für die Gäste.

Vizeeuropameister Jens Lehmann machte bei dem Schuss eine unglückliche Figur. Elf Minuten vor dem Ende gelang der für Helmes eingewechselte Theofanis Gekas das 2:0. Für Bruno Labbadia war es zugleich der erste Sieg als Trainer in der Bundesliga.

Hohe Fehlerquote

Die Zuschauer sahen über weite Strecken ein zerfahrenes Spiel mit hoher Fehlerquote. Beide Teams waren zwar durchaus bemüht, nach vorne zu spielen. Es blieb jedoch vor allem beim VfB meist beim Versuch, weil die Pässe in die Spitze kaum ankamen.

Die Gäste agierten entschlossener, wirkten auch in der Spielanlage reifer, profitierten aber hauptsächlich von Unsicherheiten der VfB-Abwehr um Neu-Nationalspieler Serdar Tasci.

Kollektiver Aussetzer der VfB-Abwehr

Auch beim 0:1 durch Helmes leisteten sich die Stuttgarter in der Abwehr einen kollektiven Aussetzer. Der Nationalspieler bedankte sich aus kurzer Distanz.

Schon vorher hatte die Werkself einige Chancen, um in Führung zu gehen. Renato Augusto (4.) und Helmes (8.) fanden jedoch in Ex-Nationalkeeper Lehmann ihren Meister. Einen Kopfball von Henrique kratzte Artur Boka von der Linie (9.). Zudem verfehlte Helmes mit Fernschüssen (23./34.) nur knapp das Ziel.

Die besten Möglichkeiten vor dem Wechsel hatte aber der VfB. Nach Pass von Ciprian Marica scheiterte zunächst Thomas Hitzlsperger freistehend an Leverkusens Keeper Benedikt Fernandez (5.). Mario Gomez verzog zudem kläglich (45.+1).

Gomez vergibt Großchance

Der VfB kam energischer und mit Yildiray Bastürk für den schwachen Roberto Hilbert aus der Kabine zurück.

Doch nach einer kurzen Drangperiode mit einer erneuten Großchance für Gomez (52.) konnte Bayer ein durchwachsenes Spiel wieder offen gestalten.

Dem VfB fehlten meist die Mittel, um der Partie noch eine Wende zu geben. Leverkusen war bei den sich bietenden Kontern zu unkonzentriert.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel