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Artur Wichniarek erzielte den Ausgleich für Bielefeld © getty

Trotz einer guten Partie hat die Hertha den perfekten Saisonstart verpasst. Wichniarek nutzt einen kapitalen Fehler von Kaka.

Berlin - Hertha BSC Berlin hat trotz einer starken Vorstelltung seinen besten Saisonstart in der Bundesliga knapp verpasst.

Das Team von Trainer Lucien Favre konnte zwar größtenteils an die Leistung der Vorwoche beim 2:0-Sieg bei Eintracht Frankfurt anknüpfen, kam gegen Arminia Bielefeld aber nicht über ein 1:1 (1:1)-Unentschieden hinaus.

Somit verpassten die Berliner die große Chance, erstmals mit zwei Siegen in eine Saison im deutschen Oberhaus zu starten.

Marko Pantelic (32.) hatte die immerhin seit sechs Pflichtspielen ungeschlagene Hertha zunächst in Führung gebracht.

Wichniarek trifft

Die Ostwestfalen, die weiter auf den ersten Bundesliga-Auswärtserfolg in der Hauptstadt seit knapp 30 Jahren warten (2:1 am 21. Oktober 1978), kamen durch Artur Wichniareks dritten Saisontreffer (37.) aber zum Ausgleich.

Vor 40.000 Zuschauern im Berliner Olympia-Stadion suchten die Hausherren sofort ihr Heil in der Offensive und schnürten die Gäste ein.

Doch die Berliner konnten zunächst kein Kapital aus ihrer klaren Feldüberlegenheit schlagen: Cicero (4., 24.) und Gojko Cacar (7.) verfehlten das Arminia-Tor noch knapp.

Fehler von Kaka

Erst als Patrick Ebert sich im Mittelfeld den Ball in einem Zweikampf erkämpfte und Pantelic mustergültig bediente, konnte der serbische Torjäger mit einem wunderschönen Lupfer Bielefelds Torwart Dennis Eilhoff bezwingen.

Es passte ins Bild der Berliner Dominanz, dass der Ausgleichstreffer ausgerechnet nach einem eklatanten Fehler von Hertha-Innenverteidiger Kaka fiel.

Der brasilianische Neuzugang schlug den Ball direkt zum Ex-Berliner Wichniarek, der Hertha-Keeper Jaroslav Drobny umkurvte und aus spitzem Winkel einschob.

"Am Ende ist der eine Punkte natürlich eine Enttäuschung. Es ist schade, denn wir haben besonders in der ersten Halbzeit sehr gut gespielt. Der Ausgleichtreffer war ein Geschenk", ärgerte sich Hertha-Coach Favre.

Glanzparade von Eilhoff

Die Gastgeber, bei denen Kapitän Arne Friedrich nach auskurierter Wirbelverletzung sein Saisondebüt feierte, zeigten sich vom Ausgleich nicht geschockt und drückten der Partie auch nach dem Seitenwechsel ihren Stempel auf.

In der 48. Minute musste Arminia-Schlussmann Eilhoff mit einer Glanzparade bei einem strammen Raffael-Schuss auf der Linie retten.

Die Gäste beschränkten sich auf die Defensivarbeit und kamen nur gelegentlich zu harmlosen Kontern.

"Im letzten Jahr haben wir hier unverdient in der Nachspielzeit verloren. Diesmal hatten wir Glück. Wir haben aus dem Nichts das 1:1 gemacht", gab Arminen-Trainer Frontzeck zu.

Kacar und Ciciero stark

Bei den Berlinern verdienten sich die beiden fleißigen Mittelfeldspieler Kacar und Cicero die Bestnoten. Bielefeld hatte in Torschütze Wichniarek und mit Abstrichen Torhüter Eilhoff seine besten Akteure auf dem Platz.

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