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Verdorbenes Jubiläum: Daum ärgert sich über den Ausgleich © getty

Köln geht bei Daums Jubiläum in Führung, verpasst dann aber die Vorentscheidung und muss kurz vor Schluss den Ausgleich hinnehmen.

Köln - Martin Fenin hat Christoph Daum bei seinem Rekordspiel auf der Trainerbank des 1. FC Köln einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Der Tscheche sorgte mit seinem Kopfball-Treffer in der 81. Minute für den 1:1 (1:0)-Endstand im Bundesligaspiel zwischen dem Bundesliga-Rückkehrer und Eintracht Frankfurt.

Die Hessen verbuchten am Ende ebenso wie die Gastgeber den ersten Punktgewinn der neuen Saison.

"Katastrophe für uns"

In seinem ersten Bundesliga-Heimspiel mit dem 1. FC Köln nach mehr als 18 Jahren sah es für den 54 Jahre alte Daum lange Zeit nach einem Sieg aus, nachdem der Aufsteiger zum Auftakt 1:2 beim VfL Wolfsburg verloren hatte.

Die Kölner waren durch Torjäger Milivoje Novakovic in der 33. Minute in Führung gegangen, ehe Fenin noch der Ausgleich gelang. Roda Antar hatte zuvor einen Foulelfmeter an den rechten Pfosten des Frankfurter Tores (39.) gesetzt.

"Wir müssen das Spiel gewinnen, das 1:1 ist für uns eine Katastrophe", meinte FC-Neuzugang Miso Brecko, währen sich Fenin freute: "Unsere erste Halbzeit war schlecht. Aber am Ende noch einen Punkt zu holen, ist sehr gut für uns."

Daum überholt Weisweiler

Dass Köln über weiter Strecken überlegen war, konnte Daum bei seinem Heim-Comeback in der Bundesliga aber nicht trösten.

Beim 2:0 am 5. Mai 1990 gegen den HSV hatte Daum zuletzt in einem Erstliga-Heimspiel auf der Kölner Bank gesessen. Mit dem 131. Bundesliga-Spiel für den FC überbot Daum zudem die Bestmarke von Legende Hennes Weisweiler (130).

Für Frankfurts Trainer Friedhelm Funkel, der den FC 2003 in die Erstklassigkeit zurückgeführt hatte und im Herbst des gleichen Jahres entlassen wurde, war es am Ende ein gelungenes Wiedersehen mit seinem Lieblingsverein.

Ereignisloser Beginn

Die erste halbe Stunde vor 50.000 Zuschauern im vollbesetzten Kölner WM-Stadion verlief ereignislos. Beide Mannschaften traten betont defensiv auf.

FC-Coach Daum ließ neben Neuzugang Petit auch Marvin Matip im Mittelfeld vor der Abwehrkette spielen und bot vor dem offensiven Dreier-Mittelfeld nur Novakovic als Spitze auf.

Gegenüber dem Wolfsburg-Spiel fehlte neben dem gesperrten Pierre Wome noch Thomas Broich in der Startformation. Funkel ließ gegenüber dem 0:2 gegen Hertha BSC Berlin im Sturm neben Kapitän Ioannis Amanatidis den Tschechen Fenin anstatt Nikos Liberopoulos spielen.

Antar verschießt Elfmeter

So führte die erste vielversprechende Szene direkt zum Tor. FC-Kapitän Ümit Özat spielte einen 50-m-Pass auf Novakovic, der aus 12 m sicher verwandelte.

Die mögliche Vorentscheidung verpasste dann Antar, der kurz vor der Pause einen Foulelfmeter an den Pfosten schoss.

Zuvor hatte der kurz zuvor verwarnte Patrick Ochs völlig unnötig Neuzugang Sergiu Radu zu Fall gebracht. Schiedsrichter Manuel Gräfe (Berlin) verzichtete aber auf die Gelb-Rote Karte für den Verteidiger.

Caio feiert Debüt

In der zweiten Hälfte änderte sich nicht viel am Spielgeschehen. Eintracht-Trainer Funkel brachte zunächst für den Gelb-Rot-gefährdeten Ochs Mehdi Mahdavikia und nach einer guten Stunde dann erstmals den Klub-Rekordeinkauf Caio für Markus Steinhöfer.

Der Brasilianer hatte die Verantwortlichen bei seiner Ankunft mit seinem Übergewicht von sechs Kilo und leidlicher Fitness geschockt.

In einem durchschnittlichen Bundesliga-Spiel mit wenigen Höhepunkten verdienten sich die Neuzugänge Geromel und Petit die besten Noten. Bei Frankfurt erreichten allenfalls Chris und Michael Fink Normalform.

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