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Klose (liegend) musste in Bochum schon in der ersten Hälfte ausgewechselt werden © imago

Die Knöchelverletzung des Bayern-Stürmers ist schwerer als erwartet. Laut Uli Hoeneß wird Klose mindestens bis Ende April ausfallen.

Von Martin Volkmar

München - Der ersten Hiobsbotschaft folgte am Montag der nächste Schock für den FC Bayern:

Miroslav Klose wird voraussichtlich sechs bis acht Wochen verletzt ausfallen.

Der Nationalspieler ist am Montag bereits von einem Spezialisten in der Schweiz erfolgreich am Fuß operiert worden.

Bei der Operation wurden zwei beschädigte Halterungen des rechten Sprunggelenks diagnostiziert und gerichtet.

Bereits am Dienstag wird der Stürmer des FC Bayern München nach Deutschland zurückkehren und nach Angaben der medizinischen Abteilung seines Vereins umgehend mit leichter Bewegungstherapie beginnen.

Damit kann der Nationalstürmer frühestens Ende April sein Comeback geben. Im schlimmsten Fall wäre die Bundesliga-Saison, die am 23. Mai endet, für den 30-Jährigen gelaufen.

Fest steht, dass der 30-Jährige auch für die beiden WM-Qualifikationsspiele der deutschen Nationalmannschaft gegen Liechtenstein in Leipzig (28. März) und in Wales (1. April) ausfallen wird.

Löw: "Es ist bedauerlich"

"Die Verletzung ist natürlich bedauerlich, doch wir hoffen, dass er möglichst schnell wieder fit wird und den Bayern zumindest in der Schlussphase der Saison wieder zur Verfügung steht. Glücklicherweise verfügen wir über weitere gute Stürmer, die nun ihre Chance in der Nationalmannschaft nutzen und unbedingt beweisen wollen, dass sie Miro gleichwertig ersetzen können", sagte Bundestrainer Joachim Löw im Gespräch mit Sport1.de.

Klose hatte am Samstag in der 31. Minute des Bundesligaspiels des FC Bayern München beim VfL Bochum (3:0) verletzt das Feld verlassen müssen, nachdem er kurz zuvor in ein Loch getreten und umgeknickt war.

Keine Champions League, keine WM-Qualifikation

Den Bayern fehlt Klose im Viertelfinale der Champions League (7./8. und 14./15. April) fehlen, ein Einsatz im möglichen Halbfinale (30.4./1.5. und 7./8.5.) ist höchst fraglich.

"Das ist eine bittere Diagnose und ein herber Schlag für uns", hatte Trainer Jürgen Klinsmann schon nach der ersten Diagnose erklärt. Solche Leute wie er sind einfach nicht zu ersetzen."

Da hatten die Münchner noch auf eine Zwangspause von von maximal vier Wochen gehofft.

"Ungewöhnliche Verletzung"

Beim Tritt in das Loch im Rasen erlitt Klose einen Riss der Sehnenführung im rechten Sprunggelenk. (Nachbericht: Jetzt glänzt sogar die zweite Reihe)

"Das ist eine ungewöhnliche Verletzung. So etwas passiert eher selten", meinte Hoeneß.

Somit werden die Personalprobleme des Rekordmeisters in der Offensive immer größer. Torjäger Luca Toni fehlte in den letzten fünf Begegnungen wegen anhaltender Achillessehnen-Problemen.

Personalprobleme werden größer

"Seine Verletzung ist mit Ruhe zu beheben, das haben unsere Ärzte gesagt", erklärte Hoeneß. Daher sei ein Fehlen auch am nächsten Samstag gegen Karlsruhe möglich.

Einziger gesunder Stürmer ist nach der Rückkehr von Landon Donovan in die USA nun der zum Saisonende zum 1. FC Köln wechselnde Lukas Podolski.

Als Alternativen stehen Klinsmann nur noch die Youngster Thomas Müller (19), Deniz Yilmaz und Daniel Sikorski (beide 21) aus Bayerns Drittliga-Team zur Verfügung.

"Die Decke ist dünn, aber das ist nun mal jetzt so, und da werden wir durchgehen", sagte Klinsmann.

Ribery vor der Rückkehr

Wahrscheinlich ist eine Umstellung des Systems auf nur noch eine Spitze und drei offensive Mittelfeldspieler. Allerdings gibt es auch in diesem Mannschaftsteil Probleme, in Bochum fehlten die verletzten Franck Ribery, Tim Borowski und Hamit Altintop.

Beim an einer Schienbeinprellung laborierenden französischen Topstar gab Hoeneß jedoch Entwarnung: "Franck kehrt auf jeden Fall zurück."

Klinsmann will aber auch hier "nicht übers Knie brechen" und im Zweifel zumindest gegen Karlsruhe auf Ribery verzichten.

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