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Uli Hoeneß trat 1979 bei den Bayern den Posten als Manager an, damals war er 27 © getty

Bayern-Manager Uli Hoeneß weiß selbst noch nicht, wer sein Nachfolger wird. Er äußert sich nun aber zum Anforderungsprofil.

München - Erst hat Bayern-Manager Uli Hoeneß mit seinem "Zwei-Euro-Vorschlag" für Wirbel (zum Artikel: "Zwei Euro im Monat für den Fußball") gesorgt, dann schärfte er das Anforderungsprofil an seinen möglichen Nachfolger.

Im Bayerischen Fernsehen sagte Hoeneß, es sei nicht sinnvoll, "wenn ein 57-Jähriger aufhört, einen 58-Jährigen zu holen" - und sprach sich für einen jüngeren Kandidaten aus.

Als seinen Erben sucht Hoeneß "einen Mann um die 40, der den FC Bayern in den nächsten Jahren verändern kann". Ein geeigneter Kandidat könnte Teammanager und Ex-Bayern-Profi Christian Nerlinger (35) sein.

"Wir diskutieren diese Dinge im kleinsten Kreis und sind sicher, dass wir bis Ende des Jahres ein oder zwei Personen finden, die zum FC Bayern passen", sagte Hoeneß (zur Vereinsseite).

Er will seinen Posten zum Jahresende aufgeben und Franz Beckenbauer als Präsident des Rekordmeisters beerben.

"Neubeginn" geplant

In der Sendung "Blickpunkt Sport" war am Montagabend unter anderem über Ex-Nationalspieler Paul Breitner (57) und Bremens Geschäftsführer Klaus Allofs (52) als mögliche Nachfolger spekuliert worden.

Auch Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff (40), Ex-Bayern-Torwart Oliver Kahn (39) und Sportdirektor Rudi Völler (48) von Bayer Leverkusen wurden genannt.

"Die meisten Namen sind falsch", meinte Hoeneß.

Der Manager will nach seinem Ausscheiden einen "Neubeginn" bei den Bayern.

Weil in drei Jahren Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge und Finanzchef Karl Hopfner den Klub ebenfalls verlassen würden, müsse man "den Verein grundsätzlich verändern", ergänzte Hoeneß, der sich für den Neuaufbau Zeit lassen will.

Gedanken an Dieter

Vor ein paar Jahren hat Hoeneß nach eigener Aussage auch an seinen jüngeren Bruder Dieter, Manager des Tabellenführers Hertha BSC Berlin, als Nachfolger gedacht, aber das "macht keinen Sinn, er ist ja in meinem Alter".

Größere Sorgen als die Suche nach einem Nachfolger macht Hoeneß im Moment allerdings der Kampf um die Meisterschaft mit seinem Bruder.

Bei Hertha BSC Berlin hat Dieter laut Uli Hoeneß "zusammen mit dem Trainer eine sehr gute Mannschaft zusammengestellt. Da müssen wir jetzt aufpassen, die hatte keiner auf der Rechnung, auch wir nicht".

Nach dem jüngsten Aufwärtstrend des Tabellenzweiten mit drei Siegen innerhalb einer Woche ist Hoeneß sich aber wieder sicher: "Der FC Bayern wird deutscher Meister."

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