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Bis 2007 spielten Kevin Prince Boateng und Patrick Ebert gemeinsam für Berlin © getty

Die Jungprofis von Hertha und Dortmund sollen sich der Sachbeschädigung schuldig gemacht haben. Die Berliner Bosse sind sauer.

Berlin/Dortmund - Die Polizei hat Ermittlungen gegen Patrick Ebert von Hertha BSC Berlin und Kevin-Prince Boateng von Borussia Dortmund aufgenommen.

Beide Bundesliga-Spieler sollen in der Nacht zum Mittwoch dabei beobachtet worden sein, wie sie gegen 3 Uhr morgens den Lack eines Auto zerkratzten und an zwei weiteren Wagen die Außenspiegel abtraten.

Ebert bestätigte in Gesprächen mit seinem Klub, dass er gemeinsam mit Boateng zur besagten Zeit im Stadtbezirk Wilmersdorf von einer Polizeistreife angehalten worden sei.

Die Polizisten hätten beide Spieler mit dem Vorwurf der Sachbeschädigung konfrontiert und die Personalien festgestellt.

Die befreundeten Spieler, die nach eigener Aussage Eberts 22. Geburtstag gefeiert hatten, wehrten sich jedoch vehement gegen den Vorwurf der Sachbeschädigung.

Um den Fall umfänglich aufzuklären, hat der Hertha-Spieler einen Anwalt eingesetzt.

Alles Lüge?

Das seien alles Lügengeschichten, soll Ebert gesagt haben, bevor er am Mittwoch nach dem Training mit seinem Porsche vom Klub-Gelände fuhr.

Ein unbeschriebenes Blatt ist Ebert jedoch nicht, bereits in der Vergangenheit hatte er für Schwierigkeiten gesorgt.

Im August 2007 wurde der Profi mit 1,46 Promille am Steuer seines Autos erwischt. In der gemeinsamen Zeit bei Hertha waren Ebert und die Boateng-Brüder Jerome und Kevin Prince öfter zusammen unterwegs gewesen.

Ebenfalls einen Rechtsanwalt hat Boateng beauftragt. "Ich habe mit Kevin telefonischen Kontakt gehabt, er weist die Beschuldigungen vehement zurück", sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc.

Der BVB sei an einer exakten Feststellung des Sachverhaltes interessiert, betonte Zorc, der allerdings vor einer Vorverurteilung des Spielers warnte.

Saftige Geldstrafe

Auch Hertha erklärte, dass bis zur endgültigen Klärung bezüglich der Sachbeschädigung die Unschuldsvermutung gelte.

Allerdings erhält Ebert eine saftige Geldstraße, da er bis 3 Uhr nachts unterwegs war. "Es handelt sich dabei sicherlich nicht nur um 2000 oder 3000 Euro. Es war bei Ebert nicht das erste Mal", sagte Hoeneß, der den Spieler aufforderte, die ganze Wahrheit zu sagen.

Zuvor hatten sich Herthas Trainer Lucien Favre und Co-Trainer Harald Gämperle Ebert zur Brust genommen.

Eine Suspendierung für das Spiel am Samstag beim VfB Stuttgart (15.30 Uhr/live bei Premiere) schloss Favre nicht aus. Allerdings wollte der Coach darüber noch eine Nacht schlafen.

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