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Christian Fuchs (r.) stemmte sich mit dem VfL energisch gegen Borussias Ansturm © getty

Die Heimpleite gegen zuvor auswärts sieglose Bochumer holt die Borussen nach dem Ziwschenhoch auf den Boden der Tatsachen zurück.

Mönchengladbach - Nach dem Ende der kleinen Siegesserie und der Heimpleite gegen einen direkten Konkurrenten geht bei Borussia Mönchengladbach wieder die Abstiegsangst um.

"Ich habe immer gesagt, dass wir bis ganz zum Ende gegen den Abstieg spielen werden. Diese Niederlage ist natürlich doppelt bitter", sagte Alexander Baumjohann nach dem 0:1 (0:1) im Kellerduell der Bundesliga gegen den VfL Bochum und fügte frustriert an:

"Wir hätten noch eine Stunde weiterspielen können, ohne ein Tor zu schießen."

An die starken Leistungen bei den Siegen gegen Hamburg (4:1) und in Köln (4:2) knüpfte der fünfmalige deutsche Meister allerdings nur in den ersten 20 und den letzten zehn Minuten an.

Dazwischen lagen viel Leerlauf, haarsträubende Abspielfehler und große Nervosität. "Die Mannschaft ist sehr jung. Wir stecken Rückschläge noch nicht so leicht weg", meinte Trainer Hans Meyer.

Den Rückschlag gab es in der 29. Minute beim Gegentreffer von Dennis Grote. Der U-21-Nationalspieler ließ Gladbachs Schlussmann Logan Bailly mit einem strammen Flachschuss aus 20 Metern keine Abwehrchance.

Linie schnell verloren

Beim Gegentor habe man schlecht gestanden und danach nicht ruhig weitergespielt. Er sei überrascht gewesen, wie schnell man die Linie verloren habe, sagte Meyer. "In der zweiten Halbzeit haben wir alles versucht. Daher bin ich zwar mit dem Resultat, aber nicht mit dem Spiel unzufrieden", fügte der Coach an.

Seit knapp zwölf Jahren wartet die Borussia nun auf einen Bundesligasieg gegen den VfL. Nach der Länderspielpause folgt das nächste Abstiegsduell beim Karlsruher SC. Dabei wird der gegen Bochum unauffällige Nationalspieler Marko Marin nach seiner fünften Gelben Karte fehlen.

"Wir müssen trotzdem den Kopf oben behalten. Wir sind immer noch in einer Situation, den Klassenerhalt zu schaffen", sagte Sportdirektor Max Eberl.

"Keine Genugtuung" beim VfL

In dieser Situation befindet sich der VfL nach dem ersten Auswärtssieg seit dem 10. Mai 2008 ebenfalls. Drei Punkte beträgt der Vorsprung auf die Borussia. "Ich verspüre keine Genugtuung. Aber es freut mich für die Jungs, die sich den ersten Auswärtssieg verdient haben", meinte VfL-Sportvorstand Thomas Ernst.

Mit viel Kampf und einer guten Defensivleistung retteten die ersatzgeschwächten Bochumer den "glücklichen Sieg" (Trainer Marcel Koller) über die Zeit. "Das war ein ganz wichtiger Schritt Richtung Klassenerhalt", stellte Mimoun Azaouagh fest.

Besonders die Leistung der jungen Innenverteidiger Patrick Fabian (21) und Mergim Mavraj (22) beeindruckte. "Die Baby-Abwehr hat gehalten. Wir können jetzt beruhigter in die nächsten Spiele gehen", schloss Fabian.

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