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Immer einen Schritt schneller: Thomas Hitzlsperger (hinten) im Zweikampf mit Raffael © getty

Die Berliner kassieren beim VfB eine verdiente Niederlage. Die Stuttgarter belohnen sich für eine engagierte Leistung.

Stuttgart - Die Träume von Hertha BSC Berlin von der ersten deutschen Meisterschaft seit 78 Jahren haben einen Dämpfer erhalten.

Die Überraschungsmannschaft von Trainer Lucien Favre ist zwar auch nach dem 25. Spieltag Tabellenführer der Bundesliga, kassierte aber beim starken VfB Stuttgart eine verdiente Niederlage.

Die Schwaben, die einen Platz im UEFA-Pokal anstreben und noch immer ein wenig nach der Champions League schielen, besiegten die Berliner nach einer großteils überzeugenden Leistung mit 2:0 (0:0).

Cacau (47.) mit einem Dropkick und Sami Khedira (51.) mit einem Kopfball nach einem Freistoß von Thomas Hitzlsperger erzielten vor 50.000 Zuschauern die Treffer für die Stuttgarter, die sich gut erholt von der Niederlage bei Werder Bremen (0:4) am Sonntag zuvor zeigten.

Friedrich verletzt raus

Der VfB wirkte außerordentlich konzentriert und gefiel mit zum Teil sehr gelungenem, schnellen Direktspiel. Bei Hertha machte sich mit zunehmender Spieldauer der Ausfall von Mannschaftskapitän Arne Friedrich in der 25. Minute bemerkbar.

VfB-Teamchef Babbel hatte seine Mannschaft nach der Schlappe in Bremen auf vier Positionen verändert. Neben dem zuletzt gesperrten Serdar Tasci kamen Ludovic Magnin, Timo Gebhart und eben Cacau in die Anfangsformation.

Hertha-Trainer Favre bot beim Tabellenführer Marko Babic für den suspendierten Patrick Ebert auf, musste aber nach 25 Minuten eine weitere außerplanmäßige Änderung vornehmen: Kapitän Friedrich verließ offenbar wegen einer Oberschenkelverletzung den Platz. Für ihn kam Kaka.

Schwungvoller Beginn

Der Personalwechsel bei der Hertha markierte zunächst das Ende der schwungvollen Anfangsphase, in der vor allem die Gastgeber auch gute Möglichkeiten besaßen, nach zum Teil gelungen Kombinationen in Führung zu gehen.

Die besten Chancen vergab Mario Gomez, der zuerst nach einem Tänzchen im Strafraum lediglich ein Schüsschen zu stande brachte (11.) und mit einem Schuss von der Strafraumgrenze das Tor der Hertha nur knapp verfehlte.

Abstimmungsprobleme bei der Hertha

Mit zunehmender Spieldauer erspielte sich der VfB ein klares optisches Übergewicht, bei der Hertha machten sich dabei offenbar von Friedrichs Auswechslung ausgelöste Abstimmungsprobleme in der Abwehrarbeit bemerkbar.

Diese nutzten in der zweiten Halbzeit erst der auffällige Cacau auf Vorarbeit von Gomez sowie Khedira. Beinahe hätte auch der gute Gomez selbst noch den Ball ins Tor befördert (61.), ebenso wie nochmals Cacau (76.) und Robero Hilbert (81.).

Mehr Schwung durch Pantelic

Auf der Gegenseite hatte Hertha BSC bisweilen erhebliche Probleme, mit konstruktiven Spielzügen vor das Tor der Stuttgarter zu kommen. Torjäger Andrej Voronin hatte nach einer Unachtsamkeit von Hilbert schon früh die Möglichkeit, einen Treffer für die Hertha zu erzielen, schoss aber knapp am langen Pfosten vorbei (8.).

Danach wurde die Hertha nur ansatzweise gefährlich - in der Regeln fanden Voronin und Co. bei den Stuttgarter Abwehrspielern ihren Meister. Lediglich der eingewechselte Marko Pantelic hatte in der 83. Minute noch eine hervorragende Möglichkeit.

Bereits in der 64. Minute hätte er allerdings einen Elfmeter bekommen müssen, als ihm Stuttgarts Khalid Boulahrouz im Strafraum auf den Fuß trat. Es passte aber zum unglücklichen Hertha-Auftritt, dass die Pfeife von Schiedrichter Thorsten Kinhöfer stumm blieb.

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