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Karl-Heinz Rummenigge sagte zu Kahns möglichem neuen Job: " Das könnte passen" © imago

Die Liga äußert sich zum potenziellen Schalke-Manager Oliver Kahn: Rummenigge, Beckenbauer und Völler finden, das könnte passen.

München - Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge hat den FC Schalke 04 dazu beglückwünscht, Ex-Nationaltorhüter Oliver Kahn zum Kandidaten für den Manager-Posten erkoren zu haben.

"Ich kann die Gedanken von Schalkes Aufsichtsratsvorsitzendem Clemens Tönnies nachvollziehen. Ich kann Schalke zu dieser Wahl nur gratulieren. Das könnte passen", sagte Rummenigge vor dem Heimspiel des FC Bayern München gegen den Karlsruher SC.

Ob der langjährige Bayern-Kapitän Kahn auch ohne Manager-Erfahrung für die Nachfolge des bei Schalke geschassten Andreas Müller geeignet wäre, wollte Rummenigge nicht beurteilen.

"Das muss Olli wissen, ob er sich die Aufgabe zutraut", erklärte der Vorstandsvorsitzende.

Beckenbauer: "Oliver Kahn könnte das"

Zuvor hatten sich Franz Beckenbauer und Rudi Völler zu Wort gemeldet: Die früheren DFB-Teamchefs können sich den Ex-Nationaltorwart Oliver Kahn als Manager bei den Knappen vorstellen. (zum Artikel: Asamoah: "Kahn müsste sich integrieren")

"Dass er es könnte, steht für mich fest. Oliver Kahn ist ein junger und intelligenter Mensch, der mit Uli Hoeneß 14 Jahre lang den besten Lehrmeister hatte", urteilte Beckenbauer in seiner "Bild"-Kolumne über den früheren Münchner Kapitän.

Der 39-Jährige ist bei Schalke der Topfavorit auf die Nachfolge des beurlaubten Andreas Müller und führte unter der Woche bereits vielversprechende Gespräche mit Schalkes-Aufsichtsrats-Chef Clemens Tönnies.

Anschließend bezeichnete Tönnies die Aussicht auf eine Verpflichtung des langjährigen Bayern-Kapitäns als sehr hoch. (zum Artikel: Schalke-Chef lobt: "Kahn ist ein geiler Typ")

Völler glaubt an den "Titan"

Auch Bayer Leverkusens Sportdirektor Völler glaubt, dass Kahn der Aufgabe gewachsen ist.

"Zu heiß! Ach was. Das macht doch einem Souverän wie Olli nichts aus", sagte der Weltmeister von 1990 der "WZ".

Und er gab Kahn noch einen Rat: "Ich weiß nicht, was daraus wird und kenne auch die konkreten Ziele von Oliver Kahn nicht. Aber wenn er solche Pläne tatsächlich verfolgt, dann sollte er nicht so lange warten. Du gerätst schnell in Vergessenheit."

Für Bayern-Präsident Beckenbauer wäre es zwar "mutig von Clemens Tönnies, wenn er sich für einen Neuling im Geschäft entscheiden sollte."

Für Kahn bewertet er einen solchen Schritt allerdings positiv:

"Für Kahn wäre es vielleicht ganz gut, wenn er mal auf Schalke in einen anderen Klub käme. Neue Umgebung, neue Mannschaft - das kann hilfreich sein bei einem Start in eine neue Karriere."

Hoeneß schweigt

Kahn ist seit geraumer Zeit auch bei seinem langjährigen Klub Bayern als Nachfolger von Manager Uli Hoeneß im Gespräch.

Der 57-Jährige will seinen Posten zum Jahresende aufgeben und Beckenbauer als Präsident des Rekordmeisters beerben.

Uli Hoeneß selbst wollte sich nach dem 1:0-Sieg seiner Bayern über Karlsruhe nicht zur Personalie Oliver Kahn äußern.

"Stellen Sie mir eine andere Frage bitte. Dazu geben wir keine Kommentare ab", wehrte er auf "Premiere" auch Nachfragen ab.

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