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Markus Babbel spielte 51-Mal für die deutsche Nationalmannschaft © getty

Im DSF-Doppelpass berichtet Stuttgarts Trainer Markus Babbel vom Stand der Verhandlungen mit Lehmann und zur Zukunft von Gomez.

München - Teamchef Markus Babbel vom VfB Stuttgart wartet weiter auf eine Entscheidung des DFB in Sachen Fußballlehrer-Lehrgang.

"Wir sind im Kontakt. Der DFB versucht eine Möglichkeit zu erarbeiten, die nicht nur Markus Babbel hilft, sondern allen gerecht wird", sagte der 36-Jährige im "DSF-Doppelpass".

Ob ein kompakterer Lehrgang von Montag bis Mittwoch ausreiche, um die Doppelbelastung zu stemmen, wollte Babbel "nicht pauschal" beantworten:

"Wenn man internationale Spiele hat, wird es unheimlich schwierig."

Der VfB hat derzeit zwei Punkte Rückstand auf einen Platz in der neuen Europa League, bis zur Champions League sind es sechs Zähler.

"Wichtig dabei zu sein"

Von entscheidender Bedeutung ist seiner Meinung nach die Qualifikation für das internationale Geschäft auch für den Verbleib von Nationalstürmer Mario Gomez und Torwart Jens Lehmann.

"Es ist für Spieler von deren Kaliber einfach wichtig, international dabei zu sein", sagte Babbel.

Er habe aber auch volles Vertrauen in die Nachwuchstorhüter Alexander Stolz und Sven Ulreich:

"Irgendwann müssen sie mal ins Wasser reingeworfen werden. Natürlich wird auch mal ein Ei dabei sein, aber die bekommt Jens Lehmann auch."

Markus Babbel im Doppelpass über...

die Diskussion um seinen fehlenden Trainerschein:

"Der DFB ist bemüht einen Weg zu finden, den Trainern die Möglichkeit zu geben, so oft wie möglich bei ihren Vereinen zu sein. Für mich persönlich hängt es davon ab, ob wir in der nächsten Saison international vertreten sind. Wenn man internationale Spiele hat, wird es unheimlich schwierig.

Zum Thema Ausnahmen von den Ausnahmen finde ich es wichtig, dass man beim DFB die Problematik erkannt hat. Ein reger Austausch zwischen DFB, Trainern und Vereinen ist mit Sicherheit der richtige Ansatz."

den aktuellen Stand der Verhandlungen mit Lehmann:

"Wenn der Jens noch ein Jahr dranhängen will, würden wir uns freuen. Wenn er es aber nicht macht, haben wir keine Panik. Wir haben dahinter zwei erstklassige junge Torhüter, mit denen wir dann in die Runde gehen würden und die unser absolutes Vertrauen genießen.

Ich bin der großen Hoffnung, dass wir da zwei neue Torhüter auf den Markt bekommen, die dann vielleicht auch für Deutschland eine wichtige Rolle spielen können. Bei Jens Lehmann geht es oft auch nicht ums Geld. Da sind andere Dinge wichtig."

die Zukunft von Gomez:

"Mario Gomez ist ein Aushängeschild vom VfB Stuttgart. Wir werden alles daran setzen, ihn zu halten. Natürlich kennen wir auch den Markt. Er hat eine festgeschriebene Ablösesumme. Wie hoch diese genau ist, weiß ich nicht.

Er muss diese Dinge im Endeffekt für sich selbst abwägen. Wir können ihm immer nur sagen, wie wichtig er für uns ist und hoffen, dass er bleibt."

die Vergleiche mit der Aufholjagd der Stuttgarter Meistermannschaft von 2007:

"Natürlich sind die Parallelen da. Dennoch wäre es vermessen jetzt über die Meisterschaft zu reden. Wir sind in der Winterpause als Zehnter gestartet, daher wäre es für uns ein Riesenerfolg, wenn wir am Ende unter die ersten Fünf kommen würden."

den möglichen Managerposten für Oliver Kahn bei Schalke:

"Ich denke, man sollte Oliver Kahn einfach einmal die Möglichkeit geben. Dann wird man sehen, was dabei herauskommt. Horst Heldt wurde auch ins kalte Wasser geworfen, hat sich freigeschwommen und ist jetzt ein gestandener Manager in der Bundesliga.

Ich traue Oliver Kahn das einhundertprozentig zu. Schalke bräuchte eine starke Persönlichkeit wie damals Rudi Assauer. Daher könnte ein Oliver Kahn dem Verein sehr gut tun."

die Gelbe Karte von Ribery gegen Görlitz:

"Ribery hätte sich über eine Rote Karte nicht beschweren dürfen. Man hat auch gesehen, wie er nach der Aktion geschaut hat. Er hat gewusst, dass er etwas gemacht hat, was eigentlich nicht sein durfte.

Man kann so oder so entscheiden, wobei der Schiedsrichter einen sehr guten Blick hatte. Ribery schlägt jedoch nicht, sondern versucht sich Görlitz - wenn auch heftig - vom Leib zu halten."

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