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Fred Rutten machte am Dienstag in Gelsenkirchen einen entspannten Eindruck © getty

Fred Rutten bleibt weiterhin Trainer auf Schalke. Doch die Spekulationen gehen weiter. Bei der Manager-Suche gibt es nichts Neues.

Gelsenkirchen - Am Dienstagvormittag erschien Fred Rutten in Trainingsanzug und roter Windjacke auf dem Trainingsgelände des FC Schalke 04. Es war aber nicht, wie von einigen Medien vermutet wurde, der letzte Auftritt des Trainers bei den Königsblauen.

Fred Rutten ist weiterhin Trainer des FC Schalke 04.

Das ist das Ergebnis eines Gesprächs des Niederländers mit dem Vorstand der Königsblauen. "Es gab Gespräche. Morgen um 14 Uhr ist Training, und der Trainer ist Fred Rutten", sagte ein Klubsprecher am Dienstagnachmittag.

Zu den Spekulationen über die vorzeitige Trennung von Rutten sagte der für die Medienarbeit zuständige Geschäftsführer Peter Peters der Deutschen Presse-Agentur: "Wir werden das in aller Ruhe nicht kommentieren, sondern wir werden arbeiten."

Gespräch mit Verantwortlichen "reine Routine"

Die "Bild"-Zeitung hatte gemeldet, Rutten werde spätestens Ende der Woche entlassen.

Verschiedene Zeitungen hatten vermutet, dass der Niederländer, der am Dienstag aus seiner Heimat nach Gelsenkirchen zurückkehrte, nach einem Gespräch am Montag womöglich noch früher geschasst werden könne.

Das Gespräch zwischen den Vereins-Verantwortlichen und dem Coach nannte Peters "Routine wie nach jedem Bundesliga-Spiel".

In Bielefeld auf der Bank?

Nach dem 1:2 gegen den Hamburger SV am Sonntag erklärte der 46-Jährige, er arbeite "von Woche zu Woche."

Auf die Frage, ob Rutten auch im nächsten Bundesliga-Spiel am 3. April bei Arminia Bielefeld noch auf der Schalker Trainerbank sitzen werde, antwortete ein Sprecher: "Er hat einen Vertrag bis 2010, und es gibt keine andere Beschlusslage."

Doch Rutten scheint mit seinem Latein am Ende und hat offensichtlich erkannt, dass er auf Schalke gescheitert ist.

Er hat zwar noch einen Vertrag für die kommende Saison, äußerte aber jüngst Zweifel: "Ich mache mir auch Gedanken, wie es im Sommer weitergeht."

"Lassen und nicht treiben"

Einen über die Manager-Frage hinausgehenden Zeitplan gebe es laut Peters nicht. Er und die anderen Verantwortlichen des Vereins würden sich durch Medien-Veröffentlichungen "nicht treiben lassen".

Was die Schalker Suche nach einem Nachfolger für den entlassenen Andreas Müller betrifft, gibt es keine neuen Entwicklungen.

"Die Entscheidung wird wohl nächste Woche fallen", hatte Aufsichtsratsboss Clemens Tönnies am Wochenende erklärt. (zum Artikel: "Entscheidung fällt wohl nächste Woche")

Kahn und Stevens die Top-Kandidaten

Top-Kandidaten für den Managerposten sind weiterhin Huub Stevens und Oliver Kahn. Schalkes ehemaliger Erfolgstrainer Stevens erklärte zuletzt seine Bereitschaft, zum den Königsblauen zurückzukehren.

Auch Ex-Nationaltorwart Kahn ist offenbar nicht abgeneigt, erbittet sich aber weitere Bedenkzeit. "So etwas braucht Zeit. Natürlich gibt es noch einige Fragen, die ich für mich beantworten muss", sagte Kahn am Montagabend im "Bayerischen Rundfunk".

Er müsse sich vor allem überlegen, ob er auf Schalke "die Strukturen vorfindet, die es möglich machen, optimal zu arbeiten und Konzeptionen umzusetzen".

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