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Jos Luhukay stieg mit borussia Mönchengladbach im Sommer 2008 in die Bundesliga auf © getty

Der Deal ist perfekt: Jos Luhukay tritt beim FC Augsburg das Erbe von Holger Fach an. Ein Trainer-Kollege fordert Gewissheit.

München - Der FC Augsburg hat wie erwartet Jos Luhukay als Cheftrainer für die kommende Saison verpflichtet und mit einem Zwei-Jahres-Vertrag ausgestattet.

Der ehemalige Gladbacher Coach tritt ab dem 1. Juli die Nachfolge von Holger Fach an, dessen Vertrag vergangene Woche zum Ende der Spielzeit gekündigt worden war.

"Mich reizt die Perspektive und das Potenzial des FC Augsburg", sagte der Niederländer nach seiner Verpflichtung, "auf endgültige Ziele können wir uns aber erst festlegen, wenn wir wissen, welchen Kader wir zur Verfügung haben".

Solange der Klassenerhalt noch nicht sicher ist, wollte sich der 45-Jährige zur jetzigen Situation des FCA nicht äußern.ad

"Ich drücke natürlich die Daumen, dass dies möglich schnell der Fall ist", sagte der gebürtige Niederländer.

Luhukay ist der Wunschkandidat

Nach der Negativ-Serie von sieben Spielen ohne Sieg und der vorzeitigen Auflösung des Vertrags mit Fach galt Luhukay von Beginn an als Wunschkandidat der Schwaben.

"Ich freue mich sehr, dass wir Jos Luhukay für den FCA gewinnen konnten," sagte FCA-Präsident Walter Seinsch.

"Er hat in den gemeinsamen Gesprächen einen Top-Eindruck hinterlassen, und wir sind überzeugt, mit ihm als Trainer den nächsten Schritt in der Entwicklung des Vereins gehen zu können", so der Seinsch weiter.

Luhukay hat in den letzten Jahren als Trainer beim 1. FC Köln, dem SC Paderborn und zuletzt bei Borussia Mönchengladbach gearbeitet. Mit den Gladbachern gelang ihm 2008 der Aufstieg in die Bundesliga, bevor er Anfang Oktober vergangenen Jahres durch Hans Meyer ersetzt wurde.

Wolf will wissen wie es weitergeht

Trainer Uwe Wolf vom TSV 1860 München fordert Klarheit über seine Zukunft bei den "Löwen".

"Ich will jetzt kein Ultimatum stellen. Aber ich wünsche, dass meine Arbeit geschätzt wird und irgendwann das Signal kommt, wie es weitergeht", sagte Wolf zu einem etwas überraschenden Zeitpunkt.

Am Sonntag kassierte 1860 bei der Spvgg Greuther Fürth die erste Niederlage unter seiner Regie. Sportdirektor Miroslav Stevic will sich in der Personalie noch nicht festlegen.

"Seine Leidenschaft überträgt sich"

Nach dem schlechten Rückrunden-Start hatte der vorherige Co-Trainer die Mannschaft von dem entlassenen Marco Kurz übernommen und den Traditionsklub mit einer Ausbeute von sieben Punkten aus drei Spielen zurück in das Mittelfeld der Tabelle geführt.

Auch bei der unglücklichen Niederlage beim Aufstiegskandidaten Greuther Fürth hatte die Mannschaft weitgehend überzeugt.

"Die bisherigen Spiele haben doch meine Handschrift gezeigt, wie ich Fußball spielen lassen will", sagte der 41-Jährige, und auch Kapitän Benny Lauth bestätigte: "Seine Leidenschaft überträgt sich auf uns. Er motiviert uns alle mit seiner Art."

Entscheidungsspiel gegen Osnabrück?

Der positive Einfluss Wolfs bleibt auch Stevic nicht verborgen. "Bis jetzt hat Uwe bestätigt, dass er gute Arbeit leistet", sagte der Sportdirektor, "die Fans sehen das, was sie wollen".

Unverändert soll mit Blick auf die Besetzung des Trainerpostens allerdings gelten: "Erst wenn wir sorglos die Zukunft planen können, gebe ich darüber Auskunft."

Im kommenden Spiel gegen den VfL Osnabrück könnte zumindest der theoretisch noch gefährdete Klassenerhalt so gut wie gesichert werden.

Für die Zukunft des Trainers könne "das Spiel gegen Osnabrück schon ein ganz großer Schritt sein", sagte Stevic.

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