Der wöchentliche Fußball-Blog auf Sport1.de. Manchester City lockt weiter erfolglos Superstars. Schalke gibt das gleiche Bild ab.

Es vergeht praktisch kein Tag mehr, ohne dass Manchester City mit den Öl-Milliarden ihrer arabischen Besitzer die Creme de la Creme des Weltfußballs lockt.

Praktisch jedem Zweibeiner, der den Ball halbwegs geradeaus kicken kann, haben die Scheichs schon ein unmoralisches Angebot unterbreitet.

Zuletzt sogar 125 Millionen Euro für Milans Kaka, doch der Brasilianer sagte trotzdem ab.

So wie vor ihm (angeblich) bereits Gomez, Podolski, Buffon, Mourinho, Ronaldo und zahlreiche andere Top-Stars.

Nun lockt ManCity angeblich Thierry Henry und Bayerns Zauberfuß Franck Ribery und man kann sich denken, dass auch diese Hochkaräter dankend abwinken werden.

Denn Geld ist auch im Profi-Fußball nicht alles - es sei denn, man heißt Robinho, der als bisher einziger Topstar eine Offerte aus Manchester annahm.

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Seine Kollegen aber wissen, dass sie außer Petrodollars beim Tabellenzehnten der Premier League nichts holen können - jedenfalls auf absehbare Zeit keine Titel.

Also begnügen sich die frustrierten Scheichs mit Billigware und warfen dem Hamburger SV für Nigel de Jong mal schnell 20 Millionen Euro in den Rachen.

Nun scheint sich Schalke 04 ein Vorbild an Manchester City genommen zu haben.

Nicht nur, weil für Millionensummen Spieler verpflichtet wurden, die nicht ansatzweise den Kaufpreis rechtfertigten wie Farfan, Engelaar, Streit oder Lövenkrands.

Sondern, weil die Königsblauen ebenso wie ManCity offenbar in einer Parallel-Welt leben, in der es nichts Tolleres gibt als in diese pittoresken Industriestädte zu wechseln.

Deshalb gibt sich Wurst-Millionär und Schalke-Boss Clemens Tönnies auch nicht mit dem "zweitbesten Steak" zufrieden, sondern nur mit Premium-Ware:

Als neuer Manager kommen laut Tönnies selbstverständlich nur Koryphäen wie Rudi Völler, Oliver Kahn, Arsene Wenger oder Otto Rehhagel in Frage.

Und dann ist die Verwunderung bei der Schalker Führung groß, dass die öffentlich ins Spiel gebrachten "Wunschkandidaten" der Reihe nach absagen.

Dabei können die finanziell klammen Schalker weder mit sportlichen Perspektiven, noch - im Gegensatz zu Manchester City - mit der großen Kohle locken.

Man könnte höchstens den neuen Manager in Fleisch aufzuwiegen - aber wen außer Reiner Calmund soll das bitteschön locken?

Denn die Lockvögel Manchester und Schalke sind schon längst zum Vogelscheich, äh pardon, zu Vogelscheuchen mutiert, bei deren Anblick jeder Interessent sofort schreiend das Weite sucht.

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