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Felix Magath gewann mit dem FC Bayern zweimal das Doube © getty

Wolfsburg-Trainer Magath spielt vor dem Duell gegen die Bayern die Titelchance des VfL hinunter. Ibisevic ist wieder am Ball.

München - Im Bundesliga-Verfolgerduell empfängt der VfL Wolfsburg am Samstag den FC Bayern (ab 15 Uhr LIVE).

Für Uli Hoeneß ist klar: Wer das Spiel gewinnt, wird Meister.

Die Meinung des Bayern-Managers teilt Felix Magath nur zum Teil: "Das mag zutreffen, aber nur wenn die Bayern gewinnen", sagt Wolfsburgs Trainer der "Bild".

"Wenn wir gewinnen, sehe ich darin hingegen noch keine Meisterschaft."

Forderung nach Investitionen

Magath stapelt tief, zählt seine Mannschaft nicht zu den Titelkandidaten - das hat der 55-Jährige in den vergangenen Wochen immer so gehalten. Um auf dem Niveau der Münchner zu spielen, müsse sich sein Team "am Rand unseres maximalen Leistungsvermögens bewegen".

Zu einem Spitzenteam fehle den Wolfsburgern noch an "Qualität, die wir uns erarbeiten und zukaufen müssen", erklärt Magath: "Wir müssen weiter investieren, um auf Dauer oben mitzuspielen."

"Ein Sturm, wie ihn wenige haben"

In der vergangenen Saison bescherten die spektakulären Einkäufe Franck Ribery und Luca Toni den Bayern eine ungefährdete Meisterschaft, und auch in der Schlussphase der laufenden Spielzeit ruhen die Hoffnungen der Münchner auf den beiden Superstars.

Dass Toni wahrscheinlich rechtzeitig zum Samstag fit wird und Lukas Podolski zu alter Stärke zurückgefunden hat, kommt Magath nicht gerade gelegen.

"Es wäre mir lieber, er würde seine Achillessehne noch eine Woche schonen", gibt der Coach zu. "Toni und Podolski sind ein Sturm, wie ihn nur wenige Vereine haben."

Trotz Magaths Understatement: Am Samstag könnte er seinem ehemaligen Arbeitgeber möglicherweise den Weg zur Titelverteidigung verbauen.

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Costa muss kämpfen

Die Planungen der Wolfsburger für die kommende Saison sind derweil in vollem Gange. Alexander Madlung wird den VfL ablösefrei verlassen, und Ricardo Costa könnte es dem Innenverteidigerkollegen gleichtun.

Der Portugiese, zuletzt meist nur Ersatz, ist mit seiner Situation unzufrieden. "Es gab schon im Winter Anfragen für Ricardo", verriet Magath dem "kicker": "Er muss um seine Position kämpfen."

"Keine Tendez" bei Oddo

Das muss auch Massimo Oddo beim FC Bayern. Ob der vom AC Mailand ausgeliehene Italiener bei den Münchnern bleiben darf, ist noch nicht geklärt. Es gebe noch keine Tendenz, erklärte Manager Hoeneß.

Als Alternative für einen Platz in der Bayern-Abwehr wurde zuletzt Juri Schirkow ins Spiel gebracht. Doch an dem Außenverteidiger von ZSKA Moskau (Vertrag bis Ende 2010) ist offenbar auch der FC Chelsea interessiert.

Dabo statt Schirkow?

Chelseas Coach ist Guus Hiddink, Schirkows Nationaltrainer in der russischen Auswahl, da läge ein Wechsel nach London näher als nach München.

Die Bayern beobachten laut "kicker" bereits Mouhamadou Dabo. Der 22-jährige Senegalese spielt in Frankreich bei AS Saint-Etienne ? wie einst Willy Sagnol.

Keine OP bei Ibertsberger

Linksverteidiger Andreas Ibertsberger von Herbstmeister 1899 Hoffenheim hat sich nach seinem Innenbandanriss im rechten Knie gegen eine Operation entschieden und hofft noch auf ein Comeback in der Saison-Schlussphase.

"Normal ist man bei so einer Verletzung Ende Mai wieder fit. So hoffe ich, dass es vielleicht doch schneller geht", sagt der Österreicher, der sich am Institut für manuelle Therapie in Hallein behandeln lässt.

Ibisevic wieder am Ball

1899-Stürmer Vedad Ibisevic kann nach seinem Kreuzbandriss im Januar wieder mit dem Ball trainieren.

"Ein Super-Gefühl", meint der Bosnier, der mit 18 Treffern immer noch die Torjägerliste - gemeinsam mit Wolfsburgs Grafite - anführt.

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