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Jens Lehmann wechselte vor der Saison von Arsenal London zu den Schwaben © getty

Nach monatelangem Feilschen einigen sich der Ex-Nationaltorwart und der VfB auf eine Vertragsverlängerung um ein Jahr.

Stuttgart - Das Pokern hat ein Ende: Nach monatelangem Feilschen haben sich Torwart Jens Lehmann und der VfB Stuttgart erwartungsgemäß auf eine gemeinsame Zukunft geeinigt.

Der 39-Jährige hat seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag bei den Schwaben bis Juni 2010 verlängert.

Das gab der VfB bei einer eigens anberaumten Pressekonferenz am Freitag bekannt.

In den zähen Verhandlungen wurde zuletzt offenbar vor allem um das üppige Gehalt des früheren Nationaltorhüters gerungen. Lehmann soll sich dabei durchgesetzt haben und künftig wie schon zuvor etwa 2,5 Millionen Euro verdienen.

"Wichtiges Signal für den gesamten Verein"

Die sportliche Perspektive spielte in Lehmanns Überlegungen auch eine wichtige Rolle.

Dem wurde von Seiten des VfB offenbar Rechnung getragen: Lehmann soll im Falle einer Qualifikation für die Champions League eine Sonderprämie erhalten.

"Die Vertragsverlängerung von Jens Lehmann ist ein wichtiges Signal für den gesamten Verein und verdeutlicht, dass wir weiterhin hohe Ziele verfolgen", sagte VfB-Sportdirektor Horst Heldt.

Lehmann selbst nannte den VfB einen "gut geführten Verein mit tollen Fans und positivem Umfeld". VfB-Teamchef Markus Babbel lobte seinerseits Lehmann als einen "der besten Torhüter überhaupt".

Gute Leistungen und Ausraster

Lehmann war im Sommer vom FC Arsenal aus England zurück in die Bundesliga gewechselt, wo er zuvor schon für Schalke 04 (1991 bis 1998) und Borussia Dortmund (1999-2003) aktiv war.

Mit guten Leistungen, bisweilen aber auch mit Ausrastern machte er im Saisonverlauf mehrfach auf sich aufmerksam.

Im Ligaspiel gegen 1899 Hoffenheim warf Lehmann den Schuh des Gästespielers Sejad Salihovic hinter sich aufs Tornetz, Mitspieler Khalid Boulahrouz riss er im UEFA-Cup bei Zenit St. Petersburg das Stirnband vom Kopf.

Mit Bremens Diego lieferte er sich eine Rangelei im Kabinengang, Schiedsrichter Felix Brych zeigte er in Dortmund den Vogel, und seine Kollegen kritisierte er nach dem 1:5-Pokaldebakel gegen Bayern München ebenso wie Babbel.

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