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Wiedersehen mit dem Ex-Klub: Helmes (l.) und SInkiewicz (r.) spielen jetzt für Bayer © imago

Leverkusen will die Serie gegen den FC ausbauen. Trainer Christoph Daum wagt derweil eine Spekulation.

Von Sebastian Hrabak und Martin van de Flierdt

München - Brisanz liegt einige in diesem Rhein-Derby.

Nicht nur Bayers bester Torjäger Patrick Helmes kommt vom FC Köln, sondern das Bayer-Team hat auch eine stolze Serie zu verteidigen. Seit zwölf Jahren ist die Werkself ungeschlagen gegen ihren Nachbarn.

Dementsprechend heiß dürfte die Atmosphäre in Köln sein. (So., ab 16.30 Uhr LIVE)

Das weiß auch Bayer-Coach Bruno Labbadia: "Wir erwarten eine Riesenstimmung, einen Hexenkessel. Ein Derby ist immer ein besonderes Schmankerl."

Sein Kapitän Simon Rolfes urteilt ähnlich. "In Köln wird eine gute Stimmung sein, für uns ist das ein wichtiges Spiel. Diese wunderbare Aufgabe gilt es zu bestehen", sagte der Leverkusener im Gespräch mit Sport1.de.

Helmes und Sinkiewicz im Fokus

In einem besonderen Fokus stehen auch die ehemaligen Kölner Sinkiewicz und Helmes (Porträt) - jetzt in Diensten von Bayer.

Letzterer bildete in der Aufstiegssaison des FC zusammen mit dem Slowenen Milivoje Novakovic (Portrait) den Traumsturm (37 Tore) der Zweiten Liga.

Christoph Daum spekulierte sogar schon, dass sein FC vor den Leverkusenern in der Tabelle stünde, hätten die Abwerbeversuche des Erzrivalen bei Helmes nicht gefruchtet.

Bei nur sechs Punkten Rückstand auf die Linksreihnischen wäre dies durchaus im Bereich des Möglichen (Datencenter: Ergebnisse und Tabelle).

Helmes, der mit einem weiteren Tor mit Hoffenheims Ibisevic (18 Treffer) in der Torjägerliste gleichziehen könnte, dürfte nach seinen beiden Kurzeinsätzen in der Nationalmannschaft äußerst motiviert vor der Rückkehr in die Startelf von Bayer Leverkusen sein.

Große Sympathie für Köln

Er selbst gibt sich aber ganz entspannt: "Ich habe immer noch eine starke Bindung zu Köln."

Er könne sich sogar irgendwann eine Rückkehr in die Domstadt vorstellen. Bis 2013 geht der Topstürmer jedoch für die Bayer-Elf weiter auf Torejagd.

Auch sein Mannschaftskollege Rolfes versucht, den Druck vom Ex-Kölner zu nehmen: "Mir ist es, ehrlich gesagt, ziemlich egal, wie viele Tore Patrick schießt. Hauptsache, wir gewinnen."

Vorletzter der Rückrunden-Tabelle

Die Ausgangslage vor dem Derby könnte für die Leverkusener jedoch kaum schlechter sein.

Lediglich Tabellenschlusslicht Karlsruhe hat eine noch miserablere Tor- und Punktausbeute nach der Winterpause als der Werksclub (drei Tore). Bayer ist nunmehr schon sein fünf Spielen ohne Sieg.

"Es gab schon Situationen, in denen wir bessere Ergebnisse und mehr Selbstvertrauen gehabt haben. Nun brauchen wir wieder ein Erfolgserlebnis", meinte Bruno Labbadia.

Auch Kapitän Rolfes hegt große Zuversicht, die Negativserie gegen den Konkurrenten zu stoppen:

"Gegen Köln haben wir eine gute Bilanz. Außerdem können wir die Brisanz des Spiels richtig einschätzen."

Adler zurück, Friedrich vielleicht

Positiv stimmt zusätzlich, dass Nationaltorwart Rene Adler nach seiner Ellenbogenverletzung unbedingt zurück an seinen Arbeitsplatz will.

Ebenfalls deutete sich die baldige Rückkehr von Abwehrstabilisator Manuel Friedrich (Portrait) an, der im Hinspiel das 1:0-Führungstor erzielte. Auch der chilenische Mittelfeldmotor Arthuro Vidal könnte rechtzeitig fit werden.

Definitv nicht mit von der Parie sein wird Gonzalo Castro, der sich nach seiner Sehnenverletzung im Hüftbereich im Aufbau befindet.

Auf Kölner Seite muss Marvin Matip auf Grund eines Außenmeniskuseinrisses im Training auf der Tribüne Platz nehmen.

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