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Jonathan Pitroipa erzielte sein erstes Bundesligator für den HSV © getty

Ein Hamburger sieht Gelb-Rot. Dennoch behält der HSV gegen Hoffenheim die Oberhand. Der Siegtreffer fällt bereits in der ersten Hälfte.

Hamburg - Der Hamburger SV ist weiterhin dick im Geschäft um die Deutsche Meisterschaft, während Herbstmeister 1899 Hoffenheim seine Ambitionen auf den Titel wohl begraben muss.

Nachdem am Ende erzitterten 1:0 (1:0)-Sieg der Norddeutschen gegen den Sensationsaufsteiger belegt der HSV den zweiten Tabellenplatz und hat bereits sieben Punkte Vorsprung auf die Hoffenheimer herausgespielt.

Jonathan Pitroipa (28.) sorgte mit seinem Tor bereits in der ersten Halbzeit für die Entscheidung in einer am Ende hart umkämpften Partie, in der die Gastgeber in der 85. Minute Mannschaftskapitän David Jarolim durch eine Gelb-Rote Karte verloren.

Rangnick bietet drei Stürmer auf

Beide Mannschaften zeigten in der Partie viel Respekt voreinander. Bedingungslose Offensive gab es so für die 57.000 Zuschauer in der ausverkauften WM-Arena lange Zeit nicht zu sehen.

Beide Teams agierten vorsichtig und waren vor allem darauf aus, keine Fehler zu machen. Hoffenheims Trainer Ralf Rangnick hatte zwar in Chinedu Obasi, Boubacar Sanogo und Demba Ba drei Stürmer aufgeboten, große Gefahr strahlten sie aber nur selten aus.

Beim HSV verzichtete Coach Martin Jol von Beginn an auf den wieder genesenen Torjäger Mladen Petric.

Guerrero verletzt raus

Die Hanseaten mussten allerdings in der 13. Minute bereits Torjäger Paolo Guerrero ersetzen, der vier der fünf letzten Pflichtspieltore erzielt hatte.

Der Peruaner schied mit dem Verdacht auf eine Sprunggelenkverletzung aus, sein Einsatz am Donnerstag im UEFA-Cup-Viertelfinale gegen Manchester City scheint fraglich.

Pitroipa sorgt für Alarm

Die Gastgeber hatten in der 17. Minute durch den emsigen Pitroipa die erste große Chance.

Der Volleyschuss des 21-Jährigen nach einer Flanke von Marcell Jansen touchierte aber nur den Außenpfosten.

Eine Minute vorher mussten die HSV-Fans tief durchatmen, als der Ex-Hamburger Sanogo eine Flanke von Obasi mit dem Kopf nur knapp verfehlte.

Jankers Fehler ermöglicht Gegentor

Die größte Gelegenheit des Herbstmeisters vergab Ba in der 20. Minute, als er nach einer missglückten Abseitsfalle überraschend vor HSV-Schlussmann Frank Rost auftauchte, den Ball aber nicht an dem Keeper vorbei brachte.

Bei der Hamburger Führung half unfreiwillig Verteidiger Christoph Janker mit. Er behinderte nach einem Steilpass von Piotr Trochowski Torwart Timo Hildebrand entscheidend.

Pitroipa hatte keine Mühe sein erstes Bundesligator für den HSV zu erzielen.

Pitroipa verpasst Entscheidung

In der zweiten Hälfte hatten die Gäste eindeutig mehr Spielanteile.

Die Hamburger, denen die Belastungen der letzten Wochen trotz der Länderspielpause anzusehen war, ließen Hoffenheim kommen und warteten auf Konterchancen.

Dabei ergaben sich für Pitroipa die klarsten Gelegenheiten den "Sack zuzumachen".

Der ehemalige Freiburger verpasste in der 51. Minute und in der 68. Minute jeweils allein vor Hildebrand durch überhastete Abschlüsse den zweiten Treffer.

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