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Nelson Valdez beglückwünscht Alexander Frei zum 1:0 © getty

Ein überragender Sebastian Kehl führt die Dortmunder zum Auswärstsieg in Berlin. Hertha ist nur in der Mitte des Spiels stark.

Berlin - Borussia Dortmund hat Hertha BSC Berlin nach einer starken Leistung von der Tabellenspitze der Bundesliga gestürzt und darf wieder vom internationalen Geschäft träumen.

Die Westfalen gewannen am 26. Spieltag mit 3:1 (1:0) beim Hauptstadt-Klub und brachten den Berlinern die erste Heimniederlage nach zuvor zehn Siegen im Olympiastadion in Folge bei.

Alexander Frei (25.), Sebastian Kehl (63.) und Nelson Valdez (82.) machten bei einem Gegentreffer von Raffael (54.) den ersten Auswärtssieg des BVB seit dem 21. November 2008 perfekt.

Hertha dagegen scheint vor dem Liga-Endspurt die Luft auszugehen.

Führungstor durch Frei

Zwei Wochen nach der 0:2-Pleite beim VfB Stuttgart musste die Mannschaft von Trainer Lucien Favre erneut einen Rückschlag hinnehmen, obwohl sich die angeschlagenen Arne Friedrich (Oberschenkelverletzung) und Andrej Voronin (Nasenbeinbruch) rechtzeitig fit gemeldet hatten.

Dortmund überraschte vor 74.244 Zuschauern im ausverkauften Olympiastadion von Beginn an mit einer betont offensiven Ausrichtung und ging verdient in Führung.

Nach einem herrlichen Pass von Tamas Hajnal schoss der Schweizer Frei mit links zur Führung der Gäste ein.

Großchance durch Hajnal

Vor allem mit Pässen über die rechte Angriffsseite brachte der BVB die zunächst überfordert wirkenden Berliner immer wieder in Bedrängnis.

Auch die erste Großchance resultierte aus einem Angriff über rechts. Hajnal (8.) kam aus halbrechter Position im Strafraum frei zum Schuss, doch der kleine Ungar zog den Ball am Tor vorbei

Herthas Keeper Jaroslav Drobny musste zudem mit einem Reflex gegen einen Kopfball des aufgerückten Felipe Santana klären (20.).

Möglichkeiten im Minutentakt

Hertha kam erst nach einer halben Stunde ins Spiel, dann aber mit Feuer. Im Minutentakt ergaben sich Großchancen für das Team von Trainer Favre.

Zunächst scheiterte Patrick Ebert mit einem Freistoß (30.), dann vergaben Maximilian Nicu (33.), Cicero (34.) und Woronin (36.) aus kurzer Distanz.

Bei einem Weitschuss von Woronin (37.) war BVB-Keeper Roman Weidenfeller gerade noch zur Stelle, Rodnei (41.) traf per Kopfball nur die Latte.

Einzelleistung von Raffael reicht nicht

Zur zweiten Halbzeit ließen sich die Gäste fallen, Hertha wurde immer gefährlicher. Zum Ausgleich benötigte es jedoch einer Einzelleistung. Raffael drang in den Strafraum, ließ drei Dortmunder Abwehrspieler stehen und schob zum 1:1 ein.

In der 63. Minute brachte Kehl mit einem Kopfball die Borussen aber wieder in Führung. Kurz danach drängte Herthas Coach Lucien Favre mit einem Dreier-Wechsel auf die Wende.

In der 82. Minute machte Valdez jedoch alles klar.

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