vergrößernverkleinern
Duell auf Augenhöhe: Gladbachs Baumjohann (l.) war noch einer der agilsten © getty

Die Lage für den KSC wird immer ernster: Im Abstiegsgipfel gegen Gladbach kommen die Badener nicht über ein 0:0 hinaus.

Karlsruhe - Die Spieler schlichen frustriert in die Kabine, einige Fans forderten den Rauswurf von Manager Rolf Dohmen:

Beim Karlsruher SC sinkt die Hoffnung auf den Klassenerhalt nach dem siebten Spiel ohne Sieg und Tor in Folge immer weiter.

"Es ist deprimierend, wenn man jedes Mal die gleiche Schallplatte auflegen muss. Wir waren die bessere Mannschaft, aber das blöde Ding will einfach nicht über die Linie", sagte Dohmen nach dem 0:0 im Kellerduell gegen Borussia Mönchengladbach.

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Das Schlusslicht KSC liegt damit weiterhin fünf Punkte hinter den Gladbachern (16.), einige enttäuschte Anhänger riefen nach niveauarmen 90 Minuten: "Dohmen raus".

Trainer Edmund Becker will aber noch nicht aufgeben: "Wir werden uns nicht abmelden. Es sind noch acht Spiele."

Die Gäste konnten mit der Punkteteilung unterdessen besser leben.

"Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Ich bin mit dem Ergebnis nicht unzufrieden", meinte Trainer Hans Meyer.

Freis trifft Aluminium

Beiden Mannschaften war die Anspannung vor 29.380 Zuschauern im Wildparkstadion anzumerken.

Der KSC war zwar das bessere Team, doch mangelte es den Badenern vor dem Tor erneut an Durchschlagskraft. Die beste Chance hatte Sebastian Freis (41.).

Doch der Stürmer, der beim 3:2 am 7. Februar gegen den Hamburger SV das letzte Tor für den KSC erzielt hatte, traf nach Vorarbeit von Andreas Görlitz mit einem Volleyschuss nur die Latte.

Wenige Torraumszenen

Auf der Gegenseite scheiterte Roberto Colautti nach einem Konter mit einem Kopfball ebenfalls an der Latte (36.).

Das war die einzige Gelegenheit im ersten Durchgang für die Borussia, bei denen der gesperrte Nationalspieler Marko Marin und der verletzte kanadische Angreifer Rob Friend schmerzlich vermisst wurden.

Für die beiden etatmäßigen Offensivkräfte hatte Trainer Hans Meyer Colautti und Ex-Nationalstürmer Oliver Neuville aufgeboten.

Aktionen bleiben Stückwerk

KSC-Coach Edmund Becker hatte seine Anfangsformation im Vergleich zum 0:1 bei Meister Bayern München auf drei Positionen verändert.

Unter anderem rückte Giovanni Federico wieder in die Startelf, dafür musste Marco Engelhardt weichen.

Neben Freis bot Becker in Edmond Kapllani einen zweiten Stürmer auf.

Nach dem Seitenwechsel erhöhten beide Teams kurzzeitig das Tempo, ohne aber wirklich zu überzeugen.

Viele Aktionen blieben zu ungenau. Freis und Kapllani verpassten eine Flanke von Görlitz knapp, Federico verfehlte mit einem seiner Distanzschüsse das Tor (52.).

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel