vergrößernverkleinern
Stefan Kießling (l.) kam 2006 vom 1. FC Nürnberg zu Bayer Leverkusen © getty

Leverkusen feiert in einem schwachen Derby gegen den ersten FC Köln den zweiten Sieg in der Rückrunde und hofft wieder auf den UEFA-Cup.

Köln - Mit einem Befreiungsschlag im rheinischen Derby gegen den 1. FC Köln hat Bayer Leverkusen wieder Kurs auf das Saisonziel "internationale Fußballbühne" genommen.

Die Mannschaft des stark unter Druck stehenden Trainers Bruno Labbadia kam im 48. Bundesligaduell beim Erzrivalen von der linken Rheinseite durch die Tore von Stefan Kießling und Patrick Helmes zu einem 2:0 (0:0) und feierte damit das erst zweite Erfolgserlebnis im achten Spiel der Rückrunde.

Mit nunmehr 41 Punkten verkürzte Leverkusen den Rückstand auf die UEFA-Cup-Plätze auf vier Zähler.

Der FC wartet weiterhin seit dem 24. Mai 1997 (4:0) auf den ersten Sieg gegen Leverkusen und steht mit weiterhin 32 Punkten im gesicherten Mittelfeld.

Rolfes legt für Kießling auf

Vor 49.800 Zuschauern im nicht ganz ausverkauften Kölner WM-Stadion erzielte Kießling nach Vorarbeit von Kapitän Simon Rolfes aus kurzer Distanz sein zehntes Saisontor und sicherte dem Werksverein damit den zweiten Rückrundensieg nach dem 4:1 bei 1899 Hoffenheim.

Die Vorentscheidung besorgte dann der ehemalige Kölner Helmes, der in der 67. Minute einen Foulelfmeter zu seinem 18. Saisontreffer verwandelte.

"Ich verspüre große Zufriedenheit. Wir haben hier keinen Hurra-Stil gezeigt, sondern große taktische Disziplin. Der Gegner war sehr gut organisiert und wir wollten nicht in Konter laufen. Wir haben unter der Woche sehr viel gearbeitet, vor allem für den Kopf. Es war ein wichtiges Ergebnis für uns", sagte der erleichterte Labbadia.

Zuvor hatte FC-Verteidiger Pedro Geromel Kießling im Strafraum regelwidrig zu Fall gebracht.

Wenig Höhepunkte im ersten Durchgang

In der ersten Halbzeit wurde den Fans wenig Höhepunkte geboten. Kölns Trainer Christoph Daum verstärkte die Defensive, indem er Derek Boateng erstmals von Beginn an brachte und als Absicherung hinter die Defensivspezialisten Petit und Kevin Pezzoni stellte.

Entsprechend schwer taten sich die Gäste, die lediglich durch Rechtsverteidiger Henrique (15. und 32.) nennenswerte Möglichkeiten hatten.

In der einzigen guten Kölner Offensivaktion rettete Leverkusen Nationaltorhüter Rene Adler per Kopf in dem eigenen Strafraum vor dem heraneilenden Fabrice Ehret.

"Wir haben unser Ziel nicht erreicht. Wir haben zwar über weite Strecken gut gestanden, aber in den entscheidenden Situationen waren wir in der Organisation zu nachlässig. Nach dem Rückstand konnten wir das Blatt nicht mehr wenden", befand Daum.

Labbadias gute Wechsel

Nach einer Viertelstunde in der zweiten Halbzeit brachte Bayer-Coach Labbadia in Renato Augusto und U-21-Nationalspieler Toni Kroos zwei neue Offensivkräfte, was sich letztendlich auszahlen sollte.

Vor dem 1:0 kamen die Gäste erstmals erfolgreich ins Abwehrzentrum der Kölner, wo Rolfes mit einem energischen Einsatz den Ball zu Kießling spitzelte.

Wütende Proteste des Publikums hatte der Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Peter Sippel (München) zur Folge.

Der Referee musste gegen die protestierenden Milivoje Novakovic, Petit und Ersatzspieler Matthias Scherz, der auf den Platz rannte, die gelbe Karte ziehen. Helmes, der bei jeder Ballberührung ausgepfiffen wurde, verwandelte sicher.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel