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Claudio Pizarro (l.) erzielte gegen Hannover gleich drei Treffer © getty

Nach durchwachsener erster Hälfte wird das Spiel gegen Hannover doch noch zum Torfestival. Ein Brasilianer verschießt einen Elfmeter.

Bremen - Ein Dreierpack von Stürmerstar Claudio Pizarro hat Werder Bremen eine gelungene Generalprobe für das Viertelfinale im UEFA-Cup beschert und die Abstiegssorgen von Hannover 96 vergrößert.

Der Peruaner sorgte mit seinen Treffern in der 41., 80. und 84. Minute fast im Alleingang für den 4:1 (1: 0)-Erfolg im Duell mit den Niedersachsen im Weserstadion.

96 ist auswärts weiterhin ohne Sieg und steckt weiter tief im Abstiegskampf.

Bremen, das im Viertelfinal-Hinspiel im UEFA-Cup am Donnerstag auf Udinese Calcio trifft, liegt trotz des Sieges im Niemandsland der Tabelle.

Vor 42.000 Zuschauern hatte Jacek Krzynowek die Bremer Nachlässigkeit mit dem Ausgleich bestraft (69.). Kurz zuvor hatte Diego, der dann allerdings das wichtige 2:1 (77.) erzielte, einen Foulelfmeter verschossen (61.).

Fehlpass-Festival in Hälfte eins

Die Hanseaten nahmen das Heft von Beginn an in die Hand und erarbeiteten sich Feldvorteile.

Wirklich zwingende Chancen sprangen für Werder jedoch zunächst nicht hinaus.

Das Passspiel war in den entscheidenden Momenten zu ungenau, vor dem Tor mangelte es an Durchschlagskraft.

Folgerichtig resultierten die gefährlichsten Situationen der Gastgeber zunächst aus Standardsituationen. Naldo und Özil scheiterten jeweils per Freistoß an Enke.

Enke ohne Chance

Bei Pizarros Treffer war der Nationalkeeper dann aber chancenlos. Der Werder-Stürmer traf mit einem abgefälschten Schuss aus rund 20 Metern.

Hannover brachte im Spiel nach vorn derweil kaum etwas zustande und schien erst nach dem Rückstand wacher zu werden.

Leon Andreasen prüfte Bremens Torhüter Tim Wiese mit einem wuchtigen Fernschuss und kam so zur besten Möglichkeit der Niedersachsen vor der Pause (42.).

Steigerung nach der Halbzeit

Nach dem Wiederanpfiff durch Schiedsrichter Guido Winkmann, der den verletzten Deniz Aytekin (Zehenbruch) kurzfristig vertreten musste, war Hannover dann zunächst die aktivere Mannschaft.

Die besseren Möglichkeiten hatten aber die Bremer. Nach einem schnell vorgetragenen Konter verzog Diego aus aussichtsreicher Position (54.) und vergab sieben Minuten später auch noch einen Foulelfmeter.

Hannover bestrafte die Platzherren für diese Chancenauswertung und kam durch den kurz zuvor eingewechselten Krzynowek zum Ausgleich (69.).

Wut im Bauch

Werder reagierte mit Wut im Bauch, Diego und Pizarro sorgten in einer turbulenten Schlussphase für das standesgemäße Ergebnis.

Bei den Platzherren ragte Pizarro heraus, auch Frings überzeugte.Bei Hannover waren Enke und Andreasen die Besten.

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