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Seit zehn Jahren ist Michael Trippel Stadionsprecher des 1. FC Köln © imago

Kölns Stadionsprecher erläutert den Vorfall. Vom DFB drohen keine Sanktionen. Erinnerungen an Hans-Gerd König werden wach.

Köln/München ? Der "Lautsprecher-Skandal" scheint geklärt zu sein.

Wie DFB Presse-Chef Harald Stenger gegenüber der Bild-Zeitung erklärte, werde der 1. FC Köln einen Brief erhalten, in dem der Verein dazu aufgefordert wird, das Stadion-Mikrofon in Zukunft nicht mehr unbeaufsichtigt zu lassen.

Die Sache sei damit vom Tisch. Eine Strafe seitens des Fußball-Bundes werde es nicht geben.

Im Rhein-Derby zwischen Köln und Leverkusen kam es am Wochenende zu einem kleinen Eklat.

Als Bayer-Stürmer Patrick Helmes in der 73. Minute auf das Kölner Tor zulief, ertönte über die Lautsprecheranlage des RheinEnergieStadions: "Ey, Penner, Ey, Abseits?"

Ungeklärte Umstände

Stadionsprecher Michael Trippel hatte die Aussage bereits nach Abpfiff dementiert: "Ich habe sofort mit Claus Hortsmann gesprochen und die Sache klargestellt. Es war absolut kein Affront gegen den Schiri. Ich muss in Zukunft vorsichtiger mit dem Mikro umgehen."

Trippel zeigte sich allerdings auch verwundert über den Vorfall.

Der Zuschauer, der etwa einen Meter vor ihm stand, habe den Satz ja nach vorne gebrüllt, also eigentlich vom Mikro weg.

Da Schiedsrichter Sippel den Satz jedoch nicht wahrnahm, dürfte Trippel wohl auch von dessen Seite keine weiteren Konsequenzen fürchten.

Der Vorfall erinnert an einen Ausrutscher von Hans-Gerd König, Trippels Vorgänger. Dieser hatte, bei eingeschaltetem Mikrofon, ein Spiel des FC Köln mit den Worten "Mein Gott, ist das ein Scheißspiel" kommentiert.

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