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Patrick Ebert debütierte 2006 für die Profimannschaft der Hertha © getty

Die "Randale-Affäre" um Patrick Ebert wird wüst: Dem Hertha-Star rücken offenbar zwielichtige Gestalten auf die Pelle.

Von Martin Hoffmann

München - Zunächst ging es um zerkratzten Lack, kaputte Autospiegel und einen umgekippten Motorroller.

Jetzt ist die Rede von einer pikanten Geldzahlung, Drohungen und Erpressungsversuchen. Die Affäre Patrick Ebert wird wüst.

Wie die "Bild" berichtet, soll einer der Geschädigten von Eberts angeblichem Randalefeldzug seine Anzeige zurückgezogen haben.

Der Hertha-Star soll ihm zuvor den Schaden reguliert und noch etwas draufgelegt haben - die Rede ist von insgesamt 5000 Euro und acht Freikarten für Hertha-Spiele.

Berater dementiert

An sich kein verwerflicher Vorgang - aber sollte es stimmen, beißt es sich damit, dass der zwischenzeitlich von seinem Klub suspendierte Ebert weiterhin abstreitet, für die Schäden, die in der Nacht vom 18. März passiert sind, verantwortlich zu sein (Ebert und Boateng am Pranger) .

Damals nahm die Polizei die Personalien von Ebert und Dortmunds Kevin-Prince Boateng auf, nachdem mehrere Zeugen aussagten, die beiden hätten im angetrunkenen Zustand Fahrzeuge demoliert 49546(DIASHOW: Die größten Skandalkicker) .

Folglich dementiert Eberts Berater Jörg Neubauer auch die angeblichen Zahlungen: "Da ist kein Geld geflossen."

"Dann kann für nichts mehr garantiert werden"

Nebenbei lässt Neubauer eine neue Bombe platzen: "Unser Anwalt hat das Landeskriminalamt informiert, dass wir eine Anzeige wegen Verdachts der versuchten Erpressung erwägen."

Hintergrund: Ebert ist von unbekannten Personen wiederholt aufgefordert worden, den angeblich von ihm verursachten Schaden zu regulieren.

Laut dem Schreiben von Ebert-Anwalt Janusz Lerch an das LKA, drohten die Personen Ebert damit, dass "für nichts mehr garantiert werden" könnte, sollte man sich nicht einigen. Ebert "hätte dann die Folgen zu tragen".

Sollten die Personen noch einmal bei Ebert vorstellig werden, "werden wir Strafanzeige wegen des Verdachts der versuchten Erpressung stellen", so Lerch in dem Schreiben weiter.

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