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Nach Lendewirbelfraktur und Muskelfaserriss nun die dritte Verletzung in 08/09 für Friedrich © getty

Herthas Kapitän Arne Friedrich fällt nach seinem Meniskusschaden aus. Trainer Lucien Favre hofft auf eine Trotzreaktion der Mannschaft.

Von Annette Bachert

München - Im Rennen um die deutsche Meisterschaft muss Hertha BSC einen Tiefschlag verdauen. Kapitän Arne Friedrich hat sich am Samstag im Spiel gegen Borussia Dortmund einen Innenmeniskusriss im linken Knie zugezogen ist am Mittwoch operiert worden.

"Die OP ist gut verlaufen. Arne wird ungefähr vier bis sechs Wochen ausfallen", prognostiziert Mannschaftsarzt Gert Schleicher. Bei optimalem Heilungsprozess dürfte Friedrich für die letzten beiden Saisonspiele gegen Schalke 04 (16. Mai) und beim Karlsruher SC (23. Mai) zur Verfügung stehen.

Gibt es Komplikationen, ist die Spielzeit für den Nationalspieler gelaufen.

"Das ist total bitter, ich hätte der Mannschaft gerne in der entscheidenden Phase geholfen", meinte Friedrich. "Aber ich hoffe, dass ich in dieser Saison noch spielen kann."

Ein Fehler mit weitreichenden Konsequenzen

Den Fehler, zu früh wieder zu viel zu wollen, sollte Friedrich allerdings nicht wiederholen. Denn dass halbe Sachen nicht funktionieren, hat das letzte Wochenende gezeigt:

Seit Wochen laborierte der Innenverteidiger an einem Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel. Obwohl die Ärzte für das Dortmund-Spiel grünes Licht gaben, fühlte der Kapitän sich noch nicht ganz sicher.

"Leider habe ich wohl die linke Seite automatisch überbelastet und mich dort am Knie verletzt. Aber das konnte wirklich niemand voraussehen", sagte der 29-Jährige. Dennoch kann seine Blessur meisterschaftsentscheidende Konsequenzen haben.

"Die beste Medizin ist ein Sieg"

Die berliner Abwehr mit Friedrich, Joe Simunic und Torwart Jaroslav Drobny ist die zweitbeste der Liga (32 Gegentore). (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Sie war ein wichtiger Bestandteil für das gute Abschneiden in dieser Saison. Für Friedrich müssen nun Kaka oder Steve von Bergen in die Bresche springen. Für den Fall der Fälle wurde auch Amateur-Verteidiger Christian Schalle zu den Profis beordert.

Trainer Lucien Favre nimmt seine Spieler in die Pflicht: "Jetzt müssen die anderen für Arne spielen". Besonders Joe Simunic. Der hat auch gleich die Lösung parat: "Die beste Medizin nach zwei Niederlagen und Arnes Pech wäre ein Sieg in Hannover. Dann ist alles wieder wunderbar."

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