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Kevin Krottke (l.) wechselte von Borussia Dortmund nach Hannover. Hoffenheims Nadiem Amiri (r.) absolvierte bisher sechs Länderspiele für die U-18-Nationalmannschaft © getty

Hannover und 1899 Hoffenheim wollen im U-19-Finale den WM-Größen nacheifern. Ron-Robert Zieler wünscht 96 aus Brasilien Glück.

Von Eric Böhm

München - Was haben Mesut Özil, Benedikt Höwedes und Mats Hummels gemeinsam?

Das DFB-Trio stand 2006 im Endspiel um die Deutsche Meisterschaft der U-19-Bundesliga - Özil und Höwedes für Schalke 04, Hummels beim FC Bayern.

Acht Jahre später kämpfen sie gemeinsam in Brasilien um die WM-Krone.

Diesem Beispiel wollen auch die Nachwuchskicker von Hannover 96 und 1899 Hoffenheim folgen, die 2014 im Finale (So., ab 13.10 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) aufeinandertreffen. Für beide Klubs wäre es der erste Titel bei den A-Junioren.

Der Showdown in Hannover ist auch beim Nationalteam im fernen Brasilien ein Thema. 96-Keeper Ron-Robert Zieler wünscht seinen Klubkollegen viel Glück:

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Hannover beweist Nervenstärke

Für die Talente ist es die große Möglichkeit, sich im Rampenlicht vor mehr als 10.000 Zuschauern zu bewähren, Endspiel-Erfahrungen zu sammeln und eine lange Saison mit einem Titel abzuschließen.

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Gastgeber Hannover geht nicht nur wegen des Heimvorteils mit einem psychologischen Vorteil in das Endspiel.

Mit einem Tor in der 94. Minute ihres letzten Ligaspieles in Jena qualifizierten sich die 96er für das Halbfinale und schalteten dort Titelverteidiger VfL Wolfsburg nach zwei dramatischen Partien im Elfmeterschießen aus.

"Hannover schwimmt auf einer Euphoriewelle", bestätigt Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann: "Wir haben aber auch gegen Schalke vor 10.000 gegnerischen Fans gespielt - und auswärts das bessere Ergebnis erzielt."

Offensivstarke Kontrahenten

Tatsächlich gewann seine Mannschaft das Hinspiel in der Veltins-Arena mit 1:0 und blieb auch vor eigener Kulisse (0:0) cool.

Ein attraktives Spiel ist in jedem Fall zu erwarten. Hannover und Hoffenheim zählen zu den spiel- und offensivstärksten Teams ihres Jahrgangs. Das schnelle Umschaltspiel ist ihre Spezialität.

"Es gibt einige Parallelen, betrachtet man unser Spiel und das der TSG. Wir hoffen natürlich, dass wir unseren Heimvorteil ausspielen können", sagt 96-Coach Daniel Stendel.

Torjäger Krottke als Trumpf

Sein gefährlichster Mann ist Mittelstürmer Kevin Krottke, der in der A-Junioren-Bundesliga 17 Tore erzielte und einen Profivertrag bis 2016 besitzt.

"Unsere größte Stärke ist der Teamgeist. Jeder kämpft für die Mannschaft. Außerdem können wir sehr gutes Pressing spielen", meint Verteidiger Lukas Wilton.

Krottke und Wilton haben bereits einige Testspiele im Bundesligateam von Tayfun Korkut bestritten.

1899 hält mit Juwelen dagegen

Der beste 1899-Schütze ist Baris Atik (11 Treffer). Der türkische U-19-Auswahlspieler steht bereits auf dem Zettel diverser Spitzenklubs aus seiner Heimat wie Galatasaray Istanbul. Juniorennationalspieler Nadiem Amiri, der bereits häufig im Bundesligakader mittrainiert, wirbelt im Mittelfeld.

Zudem bremste die herausragende Defensive sogar die in der UEFA Youth League gestählten Supertalente der Schalker wie Leroy Sane.

"96 hat vielleicht ein oder zwei Klassespieler weniger als Schalke, dennoch suchen sie ihr vorne ihr Heil und haben dort auch sicher ihre große Stärke", warnt Nagelsmann.

Vor acht Jahren schlugen Özil und Höwedes im Übrigen mit S04 Hummels und seinen FC Bayern.

Nun steht die nächste Generation in den Startlöchern.

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