vergrößernverkleinern
Grafite (l.) und Edin Dzeko (r.) erzielten bislang gemeinsam 35 Tore in dieser Saison © getty

Auch wenn sich Wolfsburg meisterlich präsentiert, will Magath von der Favoritenrolle nichts wissen. Die schiebt er seinem Ex-Verein zu.

Von Julian Ignatowitsch

München - Der VfL Wolfsburg präsentiert sich in den vergangene Wochen in jederlei Hinsicht meisterlich:

25 von 27 möglichen Punkten in der Rückrunde geholt, acht Spiele in Folge gewonnen, zwölf Tore in den letzten drei Spielen geschossen und die Bayern zuletzt mit 5:1 nach Hause geschickt. (zum Spielbericht: "5:1! Wolfsburg macht sein Meisterstück")

Dazu wirbelt das magische Dreieck um Toptorjäger Grafite (20 Tore), seinen Sturmpartner Edin Dzeko (15 Tore) und den ligaweit besten Vorlagengeber Zvjezdan Misimovic (17 Assists) unaufhaltsam.

Magath stapelt tief

Nicht erst seit Grafites Hackentor am vergangenen Spieltag erregt die VfL-Offensive großes Aufsehen. Der verdiente Lohn dafür ist Platz eins und damit die beste Ausgangsposition im Meisterschaftskampf.

Doch von alledem wollen die Wolfsburger weiterhin nichts wissen. Gefragt nach seinem Titelfavoriten antwortete "Wölfe"-Coach Felix Magath: "Ich tippe auf die Bayern als Meister, denn sie haben ein relativ leichtes Restprogramm."

Solche und ähnliche Aussagen kennt man bereits vom "Trainerfuchs". Seit Wochen stapelt Magath tief.

"Felix ist ein Fuchs"

Auch vor dem Spiel bei Borussia Mönchengladbach (Sa., ab 15 Uhr LIVE ) hält er sich mit großen Worten zurück.

"Wenn wir uns auf unsere Stärken besinnen, haben wir sicherlich ganz gute Möglichkeiten", mutmaßt Magath und mahnt sofort zur Disziplin. "Es könnte schon sein, dass der eine oder andere den derzeitigen Erfolg vielleicht nicht richtig einschätzen kann."

Falls dem so ist, wird "Quälix" demjenigen sicher auf die Sprünge helfen. "Felix ist ein Fuchs", meint Gladbachs Trainer Hans Meyer: "Wolfsburg wird uns nicht unterschätzen".

Für Meyer haben die "Wölfe" definitiv das Zeug zum Meister: "Sie waren zuletzt die stabilste der Mannschaften, die ganz oben in der Tabelle stehen." (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Daems hofft auf Überraschung

Dem belgischen Verteidiger Filip Daems wird beim Gedanken an seine Aufgabe schon ganz bange:

"Ich treffe jetzt innerhalb von zwei Wochen zum dritten Mal auf Misimovic und Dzeko", sagt er in Anspielung auf die beiden Länderspiele, die Belgien gegen Bosnien-Herzegowina in der WM-Qualifiaktion mit 2:4 und 1:2 verlor und bei denen allein Dzeko dreimal traf.

"Noch einmal will ich nicht verlieren", meint Daems und hofft auf eine Überraschung.

Als Underdog keinen Vorteil

Mit einem Sieg könnte der Tabellensechzehnte den Relegationsplatz an Bielefeld, Bochum oder Hannover abgeben - vorausgesetzt diese drei Teams gewinnen nicht allesamt.

Der Rolle des Underdogs kann Meyer jedoch keinen psychologischen Vorzug abgewinnen: "Wir spielen seit Wochen gegen den Abstieg, immer mit dem Damoklesschwert über uns, da sehe ich keinen Vorteil."

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel