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Hans-Jörg Butt durfte schon in Barcelona überraschend das Bayern-Tor hüten © getty

Die Bayern brauchen einen Sieg gegen Frankfurt in der Krise, während Tabellenführer Wolfsburg nach Gladbach reist.

München - Beim FC Bayern München geht es vor dem Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt (ab 15 Uhr LIVE ) hoch her wie lange nicht mehr.

Sollten die Bayern gegen Frankfurt nicht gewinnen, müsste Jürgen Klinsmann wohl gehen.

Und in dieser Situation sorgt Klinsmann wieder für einen personellen Paukenschlag:

Auch gegen Frankfurt steht wieder die eigentliche Nummer zwei, Hans-Jörg Butt, im Bayern-Tor!

Damit degradiert Klinsmann Michael Rensing, dem er nach dem Debakel von Barcelona die Rückkehr ins Tor gegen Frankfurt eigentlich fest zugesagt hatte, erneut zum Zuschauer.

Entlassungs schon beschlossene Sache?

Liegen die Nerven bei Klinsmann angesichts der Diskussionen um seine Person blank? Es scheint sich sowieso nur noch um den Zeitpunkt der Entlassung zu drehen, sein Abgang nach der Saison scheint längst beschlossene Sache.

Zu tief sitzt der Stachel der herben Niederlagen gegen Wolfsburg und Barcelona, nun geht es darum, Schadensbegrezung zu betreiben.

"Wenn wir Meister werden, ist die Saison halbwegs gerettet", sagt Luca Toni: "Wenn nicht, ist sie komplett gescheitert."

Um die Konkurrenz nicht weiter enteilen zu lassen, braucht der Rekordmeister also den Dreier gegen die Hessen unbedingt. Der italienischen Weltmeister will die Wende einleiten. "Aktuelle sind wir am Boden. Aber wir müssen das abhaken", fordert der Stürmer: "Wir müssen drei Punkte holen, basta."

Von Rijkaard bis Wenger

Allerdings verläuft die Vorbereitung auf das wichtige Spiel alles andere als ungestört. Längst werden die Namen der möglichen Nachfolger Klinsmanns gehandelt.

Frank Rijkaard, Armin Veh, Bernd Schuster, Martin Jol - die englische Tageszeitung "Daily Mail" berichtet gar, die Bayern hätten Arsenal-Coach Arsene Wenger ein hochdotiertes Angebot unterbreitet.

Spekulationen um Rensing

Die erneute Demontage von Rensing dürfte zudem die Diskussion um dessen mögliche Nachfolge weiter anheizen. Rene Adler, Robert Enke, Diego Benaglio, selbst Gianluigi Buffon und der Florenzer Sebastian Frey sollen verschiedenen Presseberichten zu Folge Kandidaten sein.

Alles scheint mit dem großen Umbruch zu rechnen, die spanische Sportzeitung "AS" bringt Abwehrspieler Fabio Cannavaro mit Bayern in Verbindung und auch der Name von Barcas Aljaksandr Hleb fällt immer wieder.

Doch zunächst haben es die Spieler in der Hand, mit einem Sieg gegen Frankfurt die Wende einzuleiten und Tabellenführer Wolfsburg und dem HSV weiter unter Druck zu setzen.

Sport1.de hat die Fakten der Samstagsspiele:

Bayern München - Eintracht Frankfurt

Die Bayern müssen weiterhin auf die verletzten Miroslav Klose und Philipp Lahm sowie auf Daniel van Buyten verzichten. Lucio kehrt nach Adduktorenproblemen in die Startelf zurück.

Die Eintracht muss erneut auf Martin Fenin (Rippenbruch) verzichten. So wird in München Nikos Liberopoulos als einzige Spitze auflaufen.

Borussia Mönchengladbach - VFL Wolfsburg

Den Borussen fehlt weiter der verletzte Torjäger Rob Friend, dafür steht nach abgesessener Gelbsperre Nationalspieler Marko Marin wieder zur Verfügung.

Der Spitzenreiter aus Wolfsburg feierte zuletzt acht Siege in Folge und will diese Serie in Mönchengladbach angeführt von seinem Sturmduo Grafite und Edin Dzeko weiter ausbauen.

Bis auf den verletzten Makoto Hasebe stehen Trainer Felix Magath alle Spieler zur Verfügung.

Hannover 96 - Hertha BSC Berlin

Die mit großen Ambitionen gestarteten 96er sind in der Tabelle nur noch drei Punkte vom Relegationsplatz entfernt und hoffen gegen Hertha einmal mehr auf ihre Heimstärke.

Seit neun Spielen sind die Niedersachsen vor eigenem Publikum unbezwungen.

Allerdings stehen Trainer Dieter Hecking einmal mehr sieben Spieler verletzungsbedingt nicht zur Verfügung.

Berlin hat ebenfalls große Personalsorgen.

Nationalspieler Arne Friedrich musste sich am Innenmeniskus operieren lassen und wird in dieser Saison wohl nicht zurückkehren.

Außerdem sind die Stürmer Marko Pantelic und Andrej Voronin angeschlagen. Gleichzeitig steht die Mannschaft nach zuletzt zwei Niederlagen unter Erfolgsdruck.

Schalke 04 - Karlsruher SC

Schalke muss mit Rafinha (zehnte Gelbe Karte), Marcelo Bordon (Oberschenkelverhärtung) und Benedikt Höwedes (Infektion am Unterschenkel) gleich auf drei Abwehrspieler verzichten.

Nationalspieler Heiko Westermann wird wohl in die Innenverteidigung rücken, rechts könnte Danny Latza sein Startelf-Debüt geben.

Der KSC wartet bereits seit sechs Spielen auf ein Tor. Trainer Edmund Becker baut sein Team deshalb wohl erneut um.

Für die formschwachen Giovanni Federico und Edmond Kapllani stehen Stefano Celozzi und Lars Stindl bereit.

1899 Hoffenheim - VfL Bochum

Neuzugang Timo Hildebrand muss wieder einmal verletzungsbedingt passen.

Für den Ex-Nationaltorhüter rückt wieder Daniel Haas ins Tor der Hoffenheimer.

Offen ist noch, ob Rangnick mit zwei oder drei Stürmern antritt. Sollten drei Stürmer auflaufen, wird im Zentrum wohl Wellington anstelle von Sanogo spielen.

Die Bochumer müssen auf Mimoun Azaouagh verzichten, der an einer Bauchmuskelentzündung leidet.

Hinter dem Einsatz von Diego Klimowicz steht wegen muskulärer Probleme ein kleines Fragezeichen.

Energie Cottbus - Arminia Bielefeld

Cottbus hat das Spiel zum Schicksalsspiel erklärt. Nach fünf Niederlagen in Serie muss ein Sieg her.

Dafür soll Spielmacher Ervin Skela sorgen, der nach einer Oberschenkel-Verletzung in das Team zurückkehrt und die Serie gegen seinen Ex-Klub ausbauen will.

In fünf Spielen gegen Bielefeld hat er noch nie verloren.

Die Arminia verlor zuletzt zweimal ohne eigenen Treffer und gewann nur eines der letzten acht Spiele. Für Jonas Kamper kommt das Spiel nach seinem Muskelbündelriss wohl zu früh, dafür steht Michael Lamey wieder zur Verfügung.

Borussia Dortmund - 1. FC Köln

Beim BVB, der zuletzt zum zweiten Mal in dieser Saison zwei Spiele in Folge gewann, kehrt der Brasilianer Tinga nach Adduktorenproblemen zurück in den Kader.

Er wird aber wohl noch nicht zur Anfangsformation gehören. Kevin-Prince Boateng (Sehnenteilriss im Knie) fehlt dagegen noch.

Kölns Trainer Christoph Daum wird wohl die gleiche Startformation aufbieten wie beim 0:2 im Derby gegen Leverkusen.

Offen ist, ob Pierre Wome nach seinem Sehnenabriss zurückkehrt.

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