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Martin Jol (l.) war vor seinem Engagement beim HSV bei den Tottenham Hotspur tätig © imago

Der Hamburger SV will mit Erfolgstrainer Martin Jol verlängern. Der Coach zeigt sich nicht abgeneigt. Ein Nationalspieler bleibt bis 2010.

Von Rainer Nachtwey

München/Hamburg - 16 Siege aus 26 Ligaspielen, punktgleich mit dem Tabellenführer auf Platz zwei, mit einem Bein im Halbfinale des Uefa-Cups und beim DFB-Pokal unter den besten Vieren - der Hamburger SV und Trainer Martin Jol (Portrait) passen einfach zusammen.

Und die HSV-Führung ist begeistert von dem Niederländer.

"Das Ergebnis rechtfertigt jeden einzelnen Tag", blickt der Vorstandsvorsitzende Bernd Hoffmann auf die 177 Tage dauernde Trainersuche zurück.

Doch die grandiose Arbeit von Jol weckt Begehrlichkeiten bei anderen Klubs. So wird bereits spekuliert, dass Jol nach Saisonende Jürgen Klinsmann beim FC Bayern beerben soll.

"Ruhm und Geld sind nicht alles"

Deshalb wollen die Hanseaten mit dem 53-Jährigen, dessen Vertrag noch bis 2010 läuft, vorzeitig verlängern.

"Wir ziehen die letzten Wochen der Saison jetzt durch. Dann setzen wir uns hin und regeln die Zukunft. Der Trainer weiß, wie sehr wir ihn schätzen", sagt Dietmar Beiersdorfer in der "MOPO".

Jol hat bereits angedeutet, beim HSV langfristig arbeiten zu wollen. "Ich fühle mich wohl in Hamburg", sagt Jol sagt Jol im Hinblick auf das Interesse anderer Klubs: "Ruhm und Geld sind nicht alles."

Das werden die Verantwortlichen gerne hören. (Vereinsseite HSV)

Trochowski will eine Saison dranhängen

Und eine weitere freudige Botschaft gibt es für die Fans: Piotr Trochowski (Portrait) will auch in der kommenden Saison im HSV-Trikot auflaufen.

Nach seiner Galavorstellung im Uefa-Cup gegen Manchester City (Gegentor trübt Hamburger Freudenfest) hatten sich neben den bekannten Interessenten Juventus Turin und FC Arsenal noch der FC Liverpool und FC Chelsea zu Wort gemeldet.

Doch laut "MOPO"-Informationen will der Nationalspieler eine weitere Saison in der Bundesliga dranhängen, ehe er den Sprung ins Ausland wagt.

Nur noch Siege

Davor will er aber noch den einen oder anderen Titel mit dem HSV holen. Deshalb zählt am Sonntag im Auswärtsspiel gegen den VfB Stuttgart (16.30 Uhr LIVE) nur ein Sieg.

Abwehrspieler Joris Mathijsen ist von einem dreifachen Punktgewinn überzeugt, meint sogar, dass der HSV diese Saison nicht mehr als Verlierer vom Platz geht.

"Unser Selbstvertrauen ist so groß, dass wir glauben, dass wir kein Spiel mehr verlieren werden - sondern nur noch gewinnen", sagt der Niederländer. (DATENCENTER: Spielplan des HSV)

Benjamin äußerst fraglich

Neben den Torschützen Trochowski und Mathijsen gehörte auch Collin Benjamin am Donnerstagabend gegen ManCity zu den großen Gewinnern. Superstar Robinho machte gegen den Außenverteidiger aus Namibia keinen Stich.

In Stuttgart muss Trainer Jol allerdings auf Benjamin verzichten. Ihn plagen muskuläre Probleme im Oberschenkel. "Das könnte knapp werden", glaubt Jol.

Am Sonntag ist neben dem HSV auch der mögliche Uefa-Cup-Halbfinalgegner Werder Bremen im Einsatz. Die Hanseaten treten gegen Bayer Leverkusen in Düsseldorf an

Sport1.de hat die voraussichtlichen Aufstellungen der beiden Sonntagsspiele.

VfB Stuttgart - Hamburger SV

Stuttgart: Lehmann - Träsch, Tasci, Delpierre, Magnin - Lanig (Khedira), Hitzlsperger - Hilbert, Gebhart - Gomez, Marica (Schieber)

Hamburg: Rost - Boateng, Mathijsen, Gravgaard, Aogo - Silva - Trochowski, Jansen - Guerrero - Petric, Olic

Schiedsrichter: Stark

Bayer Leverkusen - Werder Bremen

Leverkusen: Adler - Henrique, Friedrich, Sinkiewicz, Kadlec - Rolfes - Vidal, Zdebel, Barnetta - Helmes, Kießling

Bremen: Wiese - Fritz, Mertesacker, Naldo, Boenisch - Baumann - Niemeyer, Frings - Özil - Pizarro, Hugo Almeida

Schiedsrichter: Fleischer

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