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Treffer ins Glück: Stanislav Angelov trifft zum 2:1 für Cottbus © getty

Nach dem Sieg über Bielefeld hat Cottbus nur noch einen Punkt Rückstand zu einem Nicht-Abstiegslatz. Der Kapitän schöpft Mut.

Cottbus - Nach fünf Niederlagen in Serie hat Energie Cottbus endlich ein Lebenszeichen von sich gegeben und Arminia Bielefeld noch tiefer in den Abstiegssumpf gezogen.

"Ich muss vor der Mannschaft den Hut ziehen. Dieser Sieg ist enorm wichtig, um im Abstiegskampf wieder durchatmen zu können. Der Glaube ist zurückgekehrt", sagte der sichtlich erleichterte Energie-Manager Steffen Heidrich nach dem 2:1 (1:0) der Lausitzer im Kellerduell.

Der einzige Ostklub im Oberhaus schöpft nach Beendigung der Negativserie im Kampf um den Klassenerhalt wieder neue Hoffnung.

Der Tabellenvorletzte rückte durch den vierten Saison-Heimsieg mit nun 23 Punkten bis auf einen Zähler an die Arminia, die auf dem ersten Nicht-Abstiegslatz liegt, heran. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Cottbus im Kurztrainingslager

"Mit diesem Sieg sind wir wieder im Kreise der Mannschaften, die den Klassenerhalt schaffen können. Jetzt müssen wir auch mal auswärts für eine Überraschung sorgen", sagte Energie-Trainer Bojan Prasnikar mit Blick auf das schwere Spiel am kommenden Freitag bei Schalke 04.

Vor dem "Abstiegsendspiel" gegen Bielefeld hatte der slowenische Coach sein Team eigens in einem Kurztrainingslager versammelt - mit Erfolg.

Bulgarisches Duo trifft

Vor 17.150 Zuschauern im Stadion der Freundschaft erzielten ausgerechnet Dimitar Rangelov (43.) und Stanislav Angelov (59.) die Tore für die Hausherren. (zum Spielbericht: Cottbus schöpft wieder Hoffnung)

Das bulgarische Duo war in den vergangenen Wochen wegen öffentlich geäußerter Abwanderungsgedanken in die Kritik geraten.

Doch dieses Thema umschiffte Energie-Präsident Ulrich Lepsch geschickt: "Von beiden haben wir ein Tor gesehen. So soll es doch sein."

Rost lobt das gesamte Team

Der Cottbuser Kapitän Timo Rost lobte dementsprechend ausdrücklich das gesamte Team.

"Die Einstellung der Jungs war hervorragend. So will ich die Mannschaft auch in Zukunft sehen", sagte Rost mit Blick auf die verbleibenden sieben Punktspiele.

Dennoch warnte der Mittelfeldspieler: "Das waren drei wichtige Punkte, aber noch kein Befreiungsschlag. Es gibt noch viele Fehler, die wir abstellen müssen."

Ostwestfalen schwach im Abschluss

Tatsächlich hätte Bielefeld in der ersten Halbzeit nach teilweise eklatanten Abwehrfehlern der Cottbuser in Führung gehen müssen.

Aber die Ostwestfalen kämpften erneut mit ihrer Schwäche im Abschluss. Der einzige Treffer des Ex-Cottbusers Vlad Munteanu (48.) verhinderte die dritte Niederlage in Folge nicht.

"Insgesamt haben wir genug Chancen herausgespielt. Aber wenn du die Tore nicht machst, kannst du kein Spiel gewinnen", sagte Arminia-Trainer Michael Frontzeck, dessen Team nach nur einem Sieg aus den letzten neun Spielen wie Energie der erste Abstieg seit 2003 droht.

Nächster Gegner: Bayern

Sinnbildlich für die derzeitige Bielefelder Torflaute steht Stürmer Artur Wichniarek. Der Pole, der in Cottbus noch zu den besten Gäste-Spielern gehörte, wartet seit 673 Bundesliga-Minuten auf sein 13. Saisontor.

"Wir sind natürlich niedergeschlagen. Jetzt heißt es aber Köpfe hoch - es gibt noch genug Spiele", sagte Bielefelds Manager Detlev Dammeier.

Die nächste Aufgabe ist allerdings ein schwerer Brocken: Am nächsten Samstag kommt Rekordmeister Bayern München auf die Alm. Dammeier bleibt jedoch gelassen: "Es ist nicht so, dass ich mir wegen des schwierigen Restprogramms in die Hosen mache."

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