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Claudio Pizarro spielte bereits zwischen 1999 und 2001 für Werder Bremen © getty

Bayer Leverkusen lässt gegen Bremen im Kampf ums internationale Geschäft weiter Punkte liegen. Kießling scheitert am leeren Tor.

Düsseldorf - Bayer Leverkusen musste im Kampf um die Qualifikation für den kommenden UEFA-Cup erneut einen Rückschlag hinnehmen.

Eine Woche nach dem 2:0-Derbysieg beim 1. FC Köln kam die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia gegen Werder Bremen nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus und blieb damit auch im fünften Spiel in der Ausweich-Heimstätte Düsseldorf ohne Sieg.

Mit nunmehr 42 Punkten konnte Bayer den Rückstand auf die UEFA-Cup-Plätze nicht weiter verkürzen.

Trotzdem bleibt Sportdirektor Rudi Völler optimistisch: "Die Statistik ist nicht schön. Der Abstand ist größer geworden, aber wir liegen nur zwei Punkte hinter Hoffenheim. Es gibt ja Konstellationen, bei denen auch der sechste Platz reicht."

Der letzte Heimsieg, ein 2:1 gegen Schalke 04, datiert vom 15. November - noch in der BayArena. Zudem steht in der kommenden Woche das Auswärtsspiel beim Spitzenreiter VfL Wolfsburg auf dem Programm. "Warum sollen wir dort nicht etwas holen?", fragte Völler.

Bremen bleibt mit 36 Zählern dagegen im Tabellenmittelfeld und kann die Qualifikation für weitere Auftritte auf der internationalen Fußball-Bühne nur über die beiden Pokalwettbewerbe schaffen.

Führung durch Barnetta

Vor 40.000 Zuschauern in der gut gefüllten Arena brachte Tranquillo Barnetta die Gastgeber im Duell der DFB-Pokal-Halbfinalisten mit einem herrlichen Schuss aus 20 Metern in den Torwinkel in Führung (12.).

Bremens Claudio Pizarro gelang in seinem 250. Bundesliga-Spiel mit seinem 16. Saisontor noch vor der Pause der Ausgleich (33.).

Auch ohne den angeschlagenen Spielmacher Diego, der wegen muskulärer Probleme nicht im Team war, gehörte den Gästen von der Weser die Anfangsphase.

Tempo nicht so hoch

Nach einem Pressschlag im Strafraum musste Leverkusens Keeper Rene Adler nach nicht einmal zwei Minuten sein ganzes Können aufbieten.

Er lenkte den Ball über die Latte. Von einem Kräfteverschleiß aus dem UEFA-Cup-Viertelfinale war bei Bremen nichts zu erkennen, allerdings war das Tempo über weite Strecken auch nicht so hoch.

Bei Leverkusen wirkte erstmals von Beginn an der von Bayern München ausgeliehene Jungstar Toni Kroos mit.

Kroos mit Startelf-Debüt

Der 19-Jährige machte ein gutes Spiel und war an so gut wie jeder vielversprechenden Aktion beteiligt.

So legte er den Ball in der zwölften Minute für Barnetta mustergültig ab, und der Schweizer Nationalspieler wuchtete den Ball praktisch aus dem Stand ins Tor.

Danach passierte lange Zeit nicht viel, ehe Bremens Hugo Almeida aus kurzer Distanz nur den Pfosten des Leverkusener Tores traf (30.).

Kießling trifft das leere Tor nicht

Leverkusen hätte allerdings mit einer Führung in die Pause gehen müssen, nach dem 1:1 durch Pizarros Kopfball umspielte Stefan Kießling Bremens Torwart Tim Wiese und setzte den Ball an den Pfosten.

Im zweiten Durchgang wurde das Spiel abwechslungsreicher. So hatte Tomasz Zdebel (48.) nach Vorlage von Kroos eine große Möglichkeit.

Dann wechselten sich die Großchancen auf beiden Seiten ab. "Wir haben in der zweiten Halbzeit sehr gut gespielt und hätten die Partie am Ende gewinnen müssen", haderte Bayer-Trainer Labbadia.

Fritz trifft den Pfosten

Zunächst scheiterte Pizarro an Adler (69.), dann schoss Kroos aus 16 Metern über das Tor (75.), Bremens Aaron Hunt scheiterte wieder an Adler (73.) und Clemens Fritz hatte mit einem Pfostenschuss (75.) Pech.

Im Gegenzug scheiterte erneut Kroos an Bremens Keeper Wiese, wie auch fünf Minuten später Torjäger Patrick Helmes.

"Die Effektivität war heute nicht so hoch. Wir hatten Chance, konnten sie aber nicht nutzen. Das Ergebnis geht schon in Ordnung", bilanzierte Werder-Coach Schaaf.

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