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Stuttgarts Timo Gebhard (v.) im Duell mit HSV-Verteidiger Michael Gravgaard © getty

In der Nachspielzeit besiegelt Stuttgarts Nationalstürmer die Niederlage der Hamburger. Der HSV verliert den Anschluss.

Stuttgart - Der Hamburger SV hat im Kampf um die deutsche Meisterschaft einen herben Rückschlag erlitten.

Drei Tage nach dem 3:1 im Viertelfinal-Hinspiel des UEFA-Cups gegen Manchester City unterlag der HSV im Spitzenspiel der Bundesliga beim VfB Stuttgart unglücklich nach einem Tor von Nationalstürmer Mario Gomez in der Nachspielzeit mit 0:1 (0:0) und verpasste damit die Chance, nach Punkten zu Tabellenführer VfL Wolfsburg aufzuschließen.

Die Mannschaft von Trainer Martin Jol bleibt durch die erste Niederlage nach zuletzt drei Ligasiegen in Folge auf Platz drei hinter den "Wölfen" und dem punktgleichen Rekordmeister Bayern München.

Der VfB machte dagegen im Kampf um das internationale Geschäft Boden gut und darf weiter auf die Teilnahme an der Champions League hoffen.

Die Schwaben rangieren mit drei Punkten Rückstand auf Qualifikationsrang drei nach wie vor auf dem fünften Tabellenplatz, haben aber bereits vier Punkte Vorsprung auf den ersten Verfolger im Kampf um die Teilnahme am UEFA-Cup.

Nicht gepfiffener Elfmeter

Vor 55.700 Zuschauern in der ausverkauften Mercedes-Benz Arena entwickelte sich von Beginn an ein engagiert geführtes Spitzenspiel.

Bereits in der vierten Minute tauchte Nationalstürmer Mario Gomez erstmals gefährlich vor HSV-Torwart Frank Rost auf, sein Flachschuss aus spitzem Winkel strich aber am Tor vorbei.

Vier Minuten danach hätte der VfB einen Elfmeter von Schiedsrichter Wolfgang Stark bekommen müssen, da Jerome Boateng den Schuss von Geburtstagskind Timo Gebhart im Strafraum regelwidrig mit den Armen abwehrte. Wenig später konnte auch Ciprian Marica, der anstelle des gelbgesperrten Cacau neben Gomez im Sturm spielte, die Verwirrung in der HSV-Abwehr nicht nutzen.

Olic trifft die Latte

Die Gäste, die auf den gelb-rot-gesperrten Kapitän David Jarolim verzichten mussten, hatten einige Mühe mit dem Anfangselan der Schwaben und kamen selbst nur sporadisch zu gelungenen Angriffen.

Erst kurz vor dem Pausenpfiff wurden die Aktionen der Gäste zwingend. Ivica Olic verzog in der 43. Minute zunächst aus spitzem Winkel, zwei Minuten später traf der künftige Bayern-Stürmer aus 16 Metern nur die Latte.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb der VfB dominierend. Thomas Hitzlsperger zwang Rost mit einem seiner berüchtigten Gewaltschüsse in der 55. Minute zu einer weiteren Rettungstat.

Aogo im Pech

Beim HSV blieb Olic der gefährlichste Mann, vergab nach einer Stunde aber eine der wenigen guten Gelegenheiten seines Teams, als er einen Rechtsschuss verzog.

Auf der Gegenseite taten es dem Kroaten kurz danach der für Marica gekommene Julian Schieber, der zudem in der 87. Minute aus spitzen Winkel nur das Lattenkreuz traf, und Hitzlsperger gleich.

Einen Gomez-Schuss parierte Rost erneut sicher. Babbels Mannschaft blieb zwar tonangebend und hatte die deutlich besseren Chancen, aber auch Glück: In der 90. Minute, kurz vor Gomez' Siegtreffer, traf Dennis Aogo auf der Gegenseite aus 20 Metern nur die Latte.

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