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Andrej Voronin (r.) sah für eine Tätlichkeit ab Hannovers Leon Andreasen die Rote Karte © imago

Der Stürmer wird der Hertha nach seiner Roten Karte in einer ganz wichtigen Phase fehlen. Frankfurts Funkel wehrt sich gegen Kritik.

München - Das DFB-Sportgericht hat Andrej Voronin (Spielerportrait) von Hertha BSC Berlin für drei Spiele gesperrt.

Der Ukrainer hatte bei der 0:2-Niederlage des Hauptstadtklubs am vergangenen Samstag in Hannover nach einer Tätlichkeit an Leon Andreasen (89.) die 1000. Rote Karte der Bundesliga-Geschichte gesehen.

Außerdem muss der 29-Jährige 10.000 Euro Geldstrafe bezahlen.

Der Klub teilte mit, dass er die Strafe akzeptieren werde.

Der Kontrollausschuss hatte eine Sperre von vier Spielen verlangt, Hertha konnte eine mildere Strafe durchsetzen.

"Eine Sperre von drei Spielen ist besser als eine Zwangspause von vier Spielen. Schade, dass es nicht noch weniger geworden sind. Aber es war ja auch kein böses Foul so wie von Eduardo", sagte Voronin.

Der Hoffenheimer Carlos Eduardo war wegen eines Ellenbogenschlags für fünf Spiele gesperrt worden.

Chance auf neuen Vertrag reduziert

Herthas bester Torschütze (11) wird dem Klub in einer ganz wichtigen Phase fehlen.

So ist der Ukrainer in den Duellen mit Werder Bremen (So., ab 16.30 Uhr LIVE), Hoffenheim und dem Hamburger SV nicht dabei und hat damit seine Chancen auf einen neuen Vertrag in Berlin selbst reduziert.

Die Hauptstädter hatten erklärt, dass sie "Leihspieler" Voronin vom FC Liverpool nur im Falle von Zusatzeinnahmen aus der Champions League verpflichten könnten.

Dafür steht aber Marko Pantelic nach überwundenen Adduktoren-Problemen vor der Rückkehr in die Startelf.

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Funkel wehrt sich gegen Kritik an "Osterferien"

Eintracht Frankfurt Trainer Friedhelm Funkel hat sich gegen die Kritik an seinem zweitägigen "Osterurlaub" im Anschluss an die 0:4-Pleite bei Bayern München zur Wehr gesetzt.

"Diese Vorwürfe sind eine bodenlose Frechheit, reine Polemik und in der Sache völlig daneben. Es ärgert mich maßlos, was da für Dinge verbreitet werden", sagte Funkel.

Nach der deutlichen Niederlage in München hatte Funkel seinem Team sowohl am Ostersonntag als auch am Ostermontag freigegeben, "damit die Jungs den Kopf freibekommen".

Funkel selbst hatte am Sonntag in Hamburg das Zweitliga-Spiel zwischen St. Pauli und dem MSV Duisburg beobachtet.

"Ich war auf Dienstreise und nicht im Urlaub", sagte Funkel, der seit Monaten Nadelstiche aus dem Eintracht-Umfeld ertragen muss.

Cottbus auf Schalke ohne Angelov und Rivic

Ohne den gelbgesperrten Stanislav Angelov und den erkrankten Offensivspieler Stiven Rivic (Magen-Darmprobleme) muss Energie Cottbus am Freitag im Gastspiel bei Schalke 04 auskommen.

Auch hinter dem Einsatz von Savo Pavicevic (Knieprobleme) und Dennis Sörensen (Rückenbeschwerden) steht noch ein Fragezeichen.

Dafür wird wohl Mariusz Kukielka nach langer Verletzungspause in die Startformation zurückkehren.

Für Trainer Bojan Prasnikar geht es nach dem 2:1-Erfolg am Ostersamstag gegen Arminia Bielefeld nun darum, die Abwehr zu stabilisieren.

"Wir dürfen nicht wieder solche Fehler machen. Starke Mannschaften wie Schalke würden sie sofort bestrafen."

Schweinsteiger Samstag wohl fit, Podolski nicht

Bastian Schweinsteiger steht Bayern München am Samstag im Bundesliga-Spiel bei Arminia Bielefeld voraussichtlich wieder zur Verfügung.

"Wir hoffen, dass die Probleme bis zum Wochenende behoben sind", sagte Trainer Jürgen Klinsmann.

Der Nationalspieler hatte seine Teilnahme am Viertelfinal-Rückspiel in der Champions League gegen den FC Barcelona (1:1) wegen Kniebeschwerden absagen müssen.

Weniger Hoffnung hat Klinsmann dagegen auf eine baldige Genesung von Lukas Podolski.

Der Nationalstürmer laboriert an Wadenproblemen, "die ein bisschen vom Rücken kommen", sagte Klinsmann. "Da ist ein großes Fragezeichen."

DFB-Team: Schalke fordert Gnade für Kuranyi

Schalke-Geschäftsführer Peter Peters setzt sich für eine Rückkehr seines Schützlings Kevin Kuranyi in die deutsche Nationalmannschaft ein.

"Er hat sein Fehlverhalten eingesehen und die Konsequenzen getragen. Deswegen würde ich es befürworten, wenn die Verantwortlichen beim DFB prüfen, ob die Strafe nicht aufgehoben werden kann", sagte Peters der "Sport Bild", der sich wohl auch neuen Schwung für Kuranyi in der Liga erhofft.

Kuranyi hatte sich Mitte Oktober des vergangenen Jahres in der Halbzeit des WM-Qualifikationsspiels gegen Russland (2:1) aus Frust über seine Nichtberücksichtigung vom Team abgesetzt.

Daraufhin hatte Löw den 27 Jahre alten Angreifer aus der Nationalmannschaft verbannt und eine Rückkehr unter seiner Führung grundsätzlich ausgeschlossen.

Dennoch bleibt für Kuranyi mit Blick auf die WM 2010 in Südafrika das Comeback in der Nationalelf das Ziel.

"Das wäre mein größter Wunsch. Ich möchte mich durch Leistung anbieten", sagte Kuranyi, der seine Flucht nun ganz offensichtlich bereut: "Damals habe ich einen großen Fehler gemacht und habe seitdem dafür gebüßt. Ich habe daraus gelernt, so etwas kommt nie wieder vor."

Unterstützung erhielt Kuranyi zuletzt von Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp.

Vor allem die Tatsache, dass Nationalstürmer Lukas Podolski trotz seiner Ohrfeige gegen DFB-Kapitän Michael Ballack beim WM-Qualifikationsspiel in Wales (2:0) straffrei davonkam, Angreifer Kuranyi für ein weniger aufsehenerregendes Vergehen aber suspendiert bleibt, konnte Hopp nicht verstehen.

"Auch bei Kevin Kuranyi hätte man so milde reagieren sollen", sagte Hopp, der mit seiner Argumentation bei Löw aber auf taube Ohren stieß: "Ich vergleiche diese beiden Fälle nicht miteinander."

Schalke löst Vertrag mit Rutten auf

Schalke und der vor drei Wochen freigestellte Trainer Fred Rutten haben den bis zum 30. Juni 2010 befristeten Arbeitsvertrag mit sofortiger Wirkung aufgelöst.

Wie der Verein am Mittwoch offiziell mitteilte, seien Schalkes Vorstandsmitglieder Josef Schnusenberg und Peter Peters in Gesprächen mit Ruttens Berater Kees Ploegsma zu diesem Ergebnis gekommen.

"Wir haben eine Lösung gefunden, von der beide Seiten profitieren", sagte Schalke-Präsident Schnusenberg. "Für Fred Rutten bedeutet dies, dass er nun wieder eine neue Aufgabe als Coach übernehmen kann. Wir danken ihm für sein Engagement auf Schalke und wünschen ihm für seine persönliche Zukunft alles Gute."

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