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Aaron Hunt (vorne) spielt seit 2004 bei den Profis von Werder Bremen © getty

Ohne zu glänzen schlagen die Bremer den Aufsteiger, der nach 90 Sekunden eine Großchance vergibt. Claudio Pizarro trifft doppelt.

Bremen - Werder Bremen nimmt mit Durchschnittsfußball wieder die Spitzenplätze ins Visier und hat den Höhenflug des FSV Mainz 05 gestoppt.

Die Elf von Trainer Thomas Schaaf erreichte gegen den Aufsteiger ein erst in der Schlussphase überzeugendes 3:0 (1:0) und präsentierte sich erneut nicht in Bestform - dennoch stand für Werder das zehnte Pflichtspiel in Folge ohne Niederlage zu Buche.

Das Überraschungsteam aus Mainz fiel nach zuletzt zwei Siegen mit 11 Punkten in der Tabelle hinter die Hanseaten (12) zurück. Werder ist jetzt seit 270 Minuten ohne Gegentor.

Aaron Hunt (38.), der zunächst erneut Nationalspieler Mesut Özil (Magen-Darm-Probleme, kam in der 80. Minute) ersetzte, brachte die Gastgeber wie schon beim 2:1-Sieg im DFB-Pokal gegen den FC St. Paul am vergangenen Mittwoch in Führung.

Erste Chance nach 90 Sekunden

Claudio Pizarro (71./82.) mit seinem dritten und vierten Saisontor sorgte für den Endstand.

Kurz vor dem 1:0 hatten die Werder-Fans das unpräzise und phasenweise pomadige Spiel ihrer Mannschaft noch mit Pfiffen bedacht und mussten dies auch nach der Pause noch vereinzelt tun.

Werder-Sportdirektor Klaus Allofs hatte einen "Pflichtsieg" gefordert, doch die Bremer blieben wie so oft in dieser Saison im eigenen Stadion den Beweis ihrer Klasse schuldig.

Schon nach 90 Sekunden hätte es 0:1 stehen müssen, aber Elkin Soto schoss nach einem Missverständnis zwischen Tim Wiese und Per Mertesacker am leeren Tor vorbei.

Werder zu ungenau

Danach agierte Werder im Mittelfeld zu ungenau, um den Aufsteiger in Verlegenheit bringen zu können.

Ein Kopfball von Claudio Pizarro (24.), den 05-Torwart Heinz Müller parierte, war Bremens erste Chance.

Im Gegenzug rettete Mertesacker in letzter Sekunde vor dem einschussbereiten Aristide Bance. Als Soto (32.) von der Strafraumgrenze nur knapp über das Tor schoss, machten die Werder-Fans erstmals ihrem Unmut Luft.

Hunt trifft zum 1:0

Erst danach wachte Werder auf: Naldo (33.) verfehlte das Tor per Kopf knapp, Philipp Bargfrede (34.) scheiterte mit seinem Flachschuss an Müller, der nach überstandener Bauchmuskelzerrung für Christian Wetklo ins Tor der Mainzer zurückgekehrt war.

In der 38. Minute war Müller dann chancenlos. Nach sehenswerter Vorarbeit von Marko Marin und Bargfrede brauchte Özil-Ersatz Hunt aus kurzer Distanz nur noch einzuschieben.

Hohe Fehlpassquote

Nach der Pause blieb Bremen spielbestimmend, ohne zunächst zu überzeugen. Werders Fehlpassquote war weiterhin enorm hoch, sodass kaum gefährliche Situationen zustande kamen.

Chancen wie beim Freistoß von Naldo (57.), der knapp übers Tor strich, oder beim Drehschuss von Pizarro (68.) hatten Seltenheitswert.

Aber auch die nach der Pause biederen Mainzer kamen offensiv kaum noch zum Zuge. Erst in der Schlussphase spielte Werder zwingender.

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