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Olaf Thon schoss im Mai 1984 beim 6:6 im Pokal gegen die Bayern drei Tore © getty

Schalke und Olaf Thon gehen getrennte Wege. Christoph Daum spricht sich für ein Coming-out homosexueller Fußballer aus. Splitter.

München/Gelsenkirchen - Schalke 04 und Olaf Thon gehen künftig getrennte Wege.

Wie der Verein am Donnerstag auf seiner Internetseite mitteilte, sei die Trennung auf Wunsch des 42-Jährigen vollzogen worden.

Thon "sah sich nicht länger in der Lage, den Verein glaubwürdig und überzeugend vertreten zu können, wenn in sportlichen Fragen auf seine Erfahrung und Kompetenz nicht zurückgegriffen wird", hieß es unter anderem.

"Wir gehen nicht im Streit auseinander. Bei uns fliegen nicht die Fäuste wie bei den Klitschkos", wird Schalkes Geschäftsführer Peter Peters in der "Bild"-Zeitung zitiert.

Sein Wort war nicht gefragt

Thon war insgesamt 23 Jahre bei Schalke 04. Als Kapitän führte er die Königsblauen 1997 zum Triumph im UEFA-Cup, 2001 und 2002 wurde er mit Schalke DFB-Pokal-Sieger.

295 von 443 Bundesliga-Spielen absolvierte Thon für die Knappen und holte zudem mit Bayern München drei Meistertitel.

Nach Beendigung seiner aktiven Laufbahn machte er 2004 zunächst den Trainerschein. Er war zuletzt im Marketing des Vereins tätig und "Berater des Vorstands".

Thon hatte sich unlängst öffentlich darüber beklagt, dass er in der schwierigen Situation des Klubs nicht in die Entscheidungsprozesse einbezogen war.

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Daum befürwortet Coming-out

Trainer Christoph Daum vom 1. FC Köln hat sich für ein Coming-out homosexueller Fußballer ausgesprochen.

"Ich bin für das Coming-out von schwulen Fußballern. Wenn ein Profi zu mir käme und sich outen würde, würde ich ihn unterstützen. Schwule sind für mich ganz normale Kumpels", erklärte Daum am Rande der Auslosung für das Fußballturnier "Come-Together-Cup" (CTC) gegen Diskriminierung am 11. Juni.

Der FC-Trainer war im Frühjahr 2008 nach einigen missverständlichen Aussagen zu diesem Thema in die Kritik geraten und hatte sich postwendend entschuldigt.

Auch schwule Fußballprofis ?

"Ich habe in meinem Bekanntenkreis eine bunte Mischung von wunderbaren Menschen, darunter auch gleichgeschlechtlich orientierte. Sie sind eine Bereicherung für mein Leben. Vorurteile haben weder im Sport noch in der Gesellschaft etwas verloren", erklärte Daum nun bei der CTC-Auslosung und fügte laut "Bild" hinzu:

"Bei etwa zehn Prozent Homosexuellen in Deutschland kann sich jeder ausrechnen, dass es auch unter Fußballprofis schwule Spieler gibt."

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