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Mladen Petric kam 2008 von Borussia Dortmund zum Hamburger SV © getty

Die Hamburger feiern gegen Hannover einen ungefährdeten Sieg und halten Anschluss zur Spitze. Hannover ist viel zu harmlos.

Hamburg - Angstgegner besiegt, Anschluss gehalten: Dank zweier Tore von Mladen Petric ist der Hamburger SV weiter mitten im Titelrennen.

Die Hanseaten gewannen das Nordderby gegen Hannover 96 mit 2:1 (1:0), verbesserten sich wieder auf den dritten Tabellenplatz und feierten damit auch eine gelungene Generalprobe für das Halbfinalspiel im DFB-Pokal am Mittwoch gegen Werder Bremen.

"Bei so vielen Spielen ist es mit den Kräften schwer. Aber wir haben das ganz gut gemacht", sagte Matchwinner Petric.

Vor 56.554 Zuschauern in der fast ausverkauften Hamburger WM-Arena legte der Kroate bereits nach 63 Sekunden mit seinem Führungstreffer den Grundstein zum hochverdienten Erfolg.

Sieben Minuten nach Wiederbeginn war es erneut der HSV-Torjäger, der Nationaltorhüter Robert Enke aus kurzer Distanz überwinden konnte.

Harmlose Gäste

Der eine Viertelstunde zuvor eingewechselte Mikael Forssell erzielte in der 70. Minute per Handelfmeter noch den 1: 2-Anschlusstreffer.

"Wenn es nach einer Minute einschlägt, dann braucht man gar nicht hier hinfahren", meinte ein enttäuschter 96-Schlussmann Enke.

Gegen die stark ersatzgeschwächten und überaus harmlosen Gäste, die fünf Jahre lang in Hamburg nicht mehr verloren hatten, geriet der dreifache Punktgewinn für die Platzherren eigentlich nie so recht in Gefahr.

Drei Tage nach dem Erreichen des Halbfinales im UEFA-Pokal beherrschte die Mannschaft von Trainer Martin Jol weitgehend das Spielgeschehen und hätte bei konsequenterer Chancenverwertung durchaus einen höheren Sieg landen können.

Trochowski vergibt beste Chancen

So vergab Nationalspieler Piotr Trochowski in der 12. und 58. Minute beste Torgelegenheiten, Petric traf in der 40. Minute aus aussichtsreicher Position nur das Außennetz.

Die offensiv schwachen Niedersachsen hatten ihre beste Gelegenheit vor der Pause in der 19. Minute, als der Niederländer Arnold Bruggink mit einem Distanzschuss aus 20 Metern Entfernung den Kasten von HSV-Torwart Frank Rost nur um wenige Zentimeter verfehlte.

HSV hinten sicher

Ungeachtet des Anschlusstreffers konnte es sich der HSV leisten, in der Schlussphase ein wenig die Kräfte zu schonen.

Der Tabellen-13. aus Hannover versuchte sich noch einmal an einer Schlussoffensive, doch auch ohne den gelbgesperrten Innenverteidiger Joris Mathijsen gab sich die HSV-Hintermannschaft keine Blöße mehr.

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