vergrößernverkleinern
Diego Klimowicz spielte von 2001 bis 2007 beim VfL Wolfsburg, dann in Dortmund © getty

Der argentinische Stürmer der Bochumer wird gegen seinen ehemaligen Klub Borussia Dortmund nicht mit Rachegelüsten auflaufen.

Von Martin Volkmar und Felix Götz

München - Nein, für Diego Klimowicz (Spielerportrait) ist die Partie mit dem VfL Bochum gegen seinen ehemaligen Klub Borussia Dortmund (Sa., 15 Uhr LIVE ) nichts Besonderes.

"Wir haben die Chance, in unserem Stadion drei Punkte zu holen. Alles andere interessiert mich wenig", sagte der Argentinier zu Sport1.de.

Und auch seinem ehemaligen Trainer Jürgen Klopp, der den Stürmer in der Winterpause quasi vom Hof jagte, ist Klimowicz nicht böse.

"Das Thema Dortmund ist für mich erledigt. Ich werde dem Trainer die Hand geben. Das gehört sich so", kennt der 34-Jährige keine Revanchegelüste.

"Kühlen Kopf bewahren"

Eines muss Klimowicz, der im Trikot der Bochumer bisher zwei Tore erzielte und drei Vorlagen lieferte, allerdings zugeben.

"Natürlich schlagen die Emotionen in einem Derby hoch. Wir fahren jedoch besser damit, wenn wir kühlen Kopf bewahren. Wir haben in der Rückrunde bereits ein Derby gewonnen. Es wäre gut, wenn wir jetzt das Zweite auch gewinnen."

Sollte das gelingen, dann wäre das ein großer Schritt in Richtung Klassenerhalt. Und von dem ist der ehemalige Wolfsburger sowieso überzeugt.

"Bochum hatte nur Pech"

"Wir haben eine gute Mannschaft. Meiner Meinung nach hat dem VfL in der Hinrunde oft einfach nur Pech gehabt. Sie waren oft genauso gut wie der Gegner, manchmal sogar besser. Nur die Ergebnisse stimmten nicht. Es waren Kleinigkeiten, die wir in der Rückrunde abgestellt haben", sagt Klimowicz.

In der Tat: Nimmt man die Rückrundentabelle, dann steht das Team von Trainer Marcel Koller auf einem UEFA-Cup-Platz. (DATENCENTER: Ergebnisse)

17 Zähler sammelte der VfL in zehn Spielen, am vergangenen Spieltag gelang gar ein überzeugender 3:0-Sieg bei 1899 Hoffenheim.

Damit steht der VfL mit seiner Bilanz im Jahr 2009 sogar vorm FC Bayern (Sechster in der Rückrunden-Tabelle).

Klimowicz schafft Räume

Klimowicz selbst hat dabei vor allem deshalb einen großen Anteil, weil er oft zwei Gegenspieler auf sich zieht und damit für seine Mitspieler Räume schafft.

Koller vertraut auf den Angreifer - auch deshalb fühlt er sich in Bochum deutlich besser aufgehoben als in Dortmund.

"Ich fühle mich wohl in Bochum. Man hat mich hier gut aufgenommen, der Trainer setzt auf mich, ich kann der Mannschaft helfen. Die Entscheidung nach Bochum zu gehen habe ich nicht bereut."

BVB auch ohne klimowicz gut

Das war unter Klopp bei der Borussia anders. Klimowicz passte offenbar nicht ins Konzept des 41-Jährigen.

Trotzdem läuft es bei den Schwarz-Gelben gut. Nach zuletzt drei Siegen in Folge und nur noch fünf Punkten Rückstand auf Platz fünf, schielen die Borussen sogar wieder auf das internationale Geschäft.

Klimowicz dürfte den alten Kameraden bei ihrem Weg die Daumen halten - aber erst nach dem Spiel am Samstag.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel