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Mahir Saglik hat vergangene Saison 27 Tore für Wuppertal geschossen © imago

Bochum und Wolfsburg können sich über das Remis im Sonntagsspiel nicht wirklich freuen, denn für beide Teams war mehr drin.

Von Jessica Pulter

München - Nach dem Spiel sahen beide Mannschaften nicht sehr glücklich aus.

Der VfL Bochum hatte gerade eine 2:0-Führung im eigenen Stadion noch aus der Hand gegeben.

Die Gäste vom VfL Wolfsburg holten zwar den Rückstand noch auf, doch für den Geheimfavoriten der Liga war der Dreier in greifbarer Nähe und das 2:2 (0:1) in Bochum damit zu wenig, um einen gelungenen Saisonstart zu feiern.

"Das war kein Punktgewinn"

"Wir hatten in der zweiten Halbzeit viel zu gute Chancen, als dass ich mit einem Punkt zufrieden sein könnte", meinte "Wölfe"-Coach Felix Magath.

"Für uns war das ein Punkteverlust und kein Punktgewinn."

Da hilft es dem Trainer auch wenig, dass sein Klub eine Negativserie gestoppt hat, denn in der vergangenen Saison gab es zwei Niederlagen gegen die Westfalen.

Sieben Heimpartien ohne Sieg

Die Gastgeber haben es ihrerseits allerdings verpasst, nach sechs Heimspielen in Folge ohne Sieg den Dreier in Bochum zu behalten.

"Es ist immer ärgerlich, wenn man 2:0 führt und dann noch unentschieden spielt", erklärte Coach Marcel Koller.

Und auch Rückkehrer Paul Freier, der erstmals wieder in der Startelf auflief, gab zu: "Es ist schade, dass wir eine 2:0-Führung noch abgegeben haben. Wir wollten eigentlich unseren Fans den Sieg schenken."

Verdiente Führung

Bochum hatte den besseren Start in die Partie erwischt, machte von Beginn an Druck und kam nicht unverdient durch Stanislav Sestak in der 12. Minute zur 1:0-Führung.

Auch nach der Halbzeitpause bleiben sie spielbestimmend und erhöhten durch Christoph Dabrowski (50.), allerdings aus abseitsverdächtiger Position.

Doch quasi im Gegenzug kam Wolfsburg durch Ricardo Costa (52.) zum Anschluss.

Weckruf für die "Wölfe"

"Nach dem 2:1 haben wir die Köpfe hängen gelassen. Wolfsburg hat wieder Luft geschnuppert und uns in der Defensive beschäftigt", musste Freier dann auch zugeben.

Trotzdem hätte der VfL die Führung über die Zeit bringen können, doch der Treffer war ein Weckruf für die Gäste.

Sie erhöhten den Druck und kamen durch Mahir Saglik (69.) zum Ausgleich.

Erstes Tor für Saglik

"Ich freue mich riesig über mein erstes Bundesligator", sagte der Torschützenkönig der Regionalliga Nord aus der vergangenen Saison, der erst zur Halbzeit eingewechselt worden war.

"Ich bin sehr froh, dass mir der Trainer wieder das Vertrauen geschenkt hat. Das wollte ich ihm und der Mannschaft mit guter Leistung zurückzahlen."

Nur ein Gewinner

So ist Saglik wohl der einzige Gewinner im Bochumer Stadion, auch wenn er im Anschluss den Siegtreffer auf dem Fuß hatte und dennoch frei vor dem Tor vergab.

Der 25-jährige Türke sollte für Magath nun mehr als nur eine Alternative im Sturm sein.

Für die Partie gegen Eintracht Frankfurt am kommenden Samstag hat sich Saglik auf jeden Fall für einen Platz in der Startelf empfohlen.

Madlung zu Celtic?

Dann könnte ein Spieler eventuell nicht mehr dabei sein: Alexander Madlung. Der Verteidiger fliegt am Montag nach Glasgow.

Denn Meister Celtic will den 26-Jährigen und ist bereit 4,5 Millionen Euro Ablöse zu bezahlen.

"Das schaue ich mir mal an", erklärte Madlung, der 2006 von Hertha BSC gekommen war.

Der schottischen Zeitung "The Herald" sagte der Abwehrspieler: "Ich wäre glücklich, für Celtic zu spielen. Ein Klub mit viel Tradition und gutem Ruf in Europa."

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