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Sascha Riether (r.) behielt mit dem VfL die Oberhand über Leverkusen © getty

Der Brasilianer erzielt beide Tore beim glücklichen Wolfsburger Erfolg gegen Leverkusen. Bayer hadert mit dem Schiedsrichter.

Wolfsburg - Der VfL Wolfsburg stürmt weiter scheinbar unaufhaltsam seinem ersten Meistertitel entgegen.

Beim 2:1 (1:0) gegen Bayer Leverkusen feierte die Mannschaft von Trainer Felix Magath bereits den zehnten Sieg in Folge und behauptete damit mit drei Punkten Vorsprung die Tabellenführung.

Leverkusen muss dagegen nach der vierten Niederlage in den letzten fünf Spielen seine Hoffnungen ganz auf den DFB-Pokal legen, wo man im Halbfinale am Dienstag auf Zweitligist FSV Mainz 05 trifft.

Das 1:0 für die "Wölfe" resultierte allerdings aus einem äußerst fragwürdigen Foulelfmeter (23.) nach einem Zweikampf zwischen Grafite und Manuel Friedrich.

Schiedsrichter Jochen Drees hatte ein Foul des Leverkusener Abwehrspielers am Wolfsburger Top-Torjäger gesehen, und Grafite ließ sich die Chance zu seinem 21. Saisontreffer nicht nehmen.

Den Ausgleich für die Gäste erzielte Bayern-Leihgabe Toni Kroos in der 53. Minute. Grafites 22. Treffer der laufenden Spielzeit (85.) brachte Wolfsburg schließlich doch auf die Siegerstraße, zumal Schiri Drees ein Handspiel im Strafraum von VfL-Verteidiger Jan Simunek in der Nachspielzeit nicht ahndete.

Starker Start des VfL

Vor der Partie in der mit 29.500 Zuschauern nicht ganz ausverkauften Arena hatte Magath "Wiedergutmachung für die 0:2-Niederlage in der Hinrunde" gefordert. Entsprechend aggressiv ging der Tabellenführer gegen das bislang stärkste Auswärtsteam der Liga zu Werke.

Die Gastgeber drückten von Beginn an aufs Tempo und kamen schon in der Anfangsphase mehrmals bedrohlich nah vor das gegnerische Tor. Allerdings sprang dabei zunächst nichts Zählbares für den VfL heraus.

Auf der Gegenseite musste VfL-Abwehrchef Andrea Barzagli bei einer Flanke von Renato Augusto am Fünfmeterraum klären (11.), nur eine Minute später blockte Marcel Schäfer einen Schuss des Leverkusener Mittelfeldspielers aus gefährlicher Position ab.

Elfer bringt Wolfsburg auf Kurs

Auf der anderen Seite scheiterte Christian Gentner (16.) mit einem Schuss aus 20 Meter an Bayer-Keeper Rene Adler. Nach Grafites Elfmetertor bekamen die Platzherren das Spiel dann immer besser in den Griff.

Die Leverkusener konnten sich dagegen bei Adler bedanken, dass sie nicht weiter in Rückstand gerieten. Sowohl gegen Grafite, der frei auf ihn zulief (27.), als auch gegen Edin Dzeko (30.) behielt der Schlussmann die Oberhand.

Glück hatte Adler dagegen in der 43. Minute, als sein klares Foul an Grafite außerhalb des Strafraums nicht mit einem Platzverweis geahndet wurde.

Rolfes trifft die Latte

Ein Lattentreffer von Simon Rolfes (48.) kündigte nach dem Seitenwechsel den frischen Schwung der Gäste an. Fünf Minuten später erzielte Kroos mit einem Schuss von der Strafraumgrenze den Ausgleich.

Danach blieben die Rheinländer am Drücker, scheiterten aber mehrmals am guten VfL-Keeper Diego Benaglio. Das Siegtor für die Wölfe erzielte Grafite fünf Minuten vor dem Spielende.

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