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Ein erfolgreiches Kollektiv mit vielen Leistungsträgern: Wolfsburg ist Meister © getty

Mit Finanzkraft von VW und Näschen hat Wolfsburg ein beeindruckendes Kollektiv geformt. Sport1.de stellt den Meister vor.

Von Martin Hoffmann

München - Den Matchball ließen sich die "Wölfe" nicht mehr nehmen:

Mit einem triumphalen 5:1 gegen Werder Bremen sicherte sich der VfL Wolfsburg zum ersten Mal in seiner 64-jährigen Geschichte die deutsche Meisterschaft.

Baumeister des Erfolgs ist der scheidende Coach.

Felix Magath hat alle Urheberrechte an der Erfolgsgeschichte seines Teams. Die komplette erste Elf hat er in seinen zwei Jahren beim VfL selbst verpflichtet.ad

Mit der Finanzkraft des VW-Konzerns und einem feinen Näschen auf dem Spielermarkt hat Felix Magath in Wolfsburg ein schlagkräftiges Kollektiv aus internationalen Hochkarätern und übersehenen deutschen Talenten geformt.

Sport1.de stellt die Meistermannschaft vor.

Diego Benaglio (25): Der Tattoo-Fan war unter Magath bereits Ersatzkeeper in Stuttgart, reifte dann durch einen Wechsel zu Nacional Funchal in Portugals Erste Liga zur Stammkraft.

Anfang 2008 kehrte der Schweizer in die Bundesliga zurück und hatte mit einer überragenden Rückrunde maßgeblichen Anteil am UEFA-Cup-Einzug.

In dieser Saison zeigte er zunächst einige ungewohnte Patzer, zuletzt aber wieder der gewohnt starke Rückhalt.

Marcel Schäfer (24): "Ich werde Fußballprofi", schrieb er einem Klassenkameraden schon als Grundschüler ins Freundebuch - und hielt sich dran.

Wurde in seinem mainfränkischen Heimatort mit dem schönen Namen Straßbessenbach fast nie ohne Ball gesehen. Landete als B-Junior bei 1860 München, wo er vom Mittelfeldspieler zum Linksverteidiger umgeschult wurde und zu den Profis aufstieg.

Der Abstieg in seiner Debütsaison 2004 nahm den ehrgeizigen Youngster schwer mit, er wurde öfters mit Tränen in den Augen im "Löwen"-Internat gesichtet.

Zum Weinen hat der schussgewaltige Linksfuß aktuell keinen Grund mehr, er feierte in dieser Spielzeit sogar sein Debüt in der DFB-Auswahl.

Andrea Barzagli (27): Rund 14 Millionen gab Wolfsburg im Sommer für den italienischen Weltmeister von 2006 aus.

Bei der WM in Deutschland war er zwar nur Innenverteidiger Nummer vier, zeigte aber als "Lückenbüßer" im Viertelfinale neben Abwehr-Ikone Fabio Cannavaro eine glänzende Vorstellung.

In Wolfsburg ist der stets stilvoll gekleidete Barzagli nun umumstrittener Chef der Defensive.

Jan Simunek (22): Machte international auf sich aufmerksam, als er Tschechiens U 20 im Jahr 2007 als Kapitän ins WM-Finale führte.

VW-Kontakten nach Tschechien sei Dank bekam Wolfsburg den Zuschlag und der Youngster wurde direkt zum Stammspieler.

Von Verletzungsproblemen zurückgeworfen spielte Simunek dann aber in der Hinrunde nur eine Minute und dachte schon über einen Wechsel nach.

Magath legte aber sein Veto ein und machte Simunek in der Rückrunde zum Stammspieler, der seitdem keine Sekunde verpasst hat.

Peter Pekarik (22): Der Rechtsverteidiger ist außerhalb des Platzes der unauffälligste Wolfsburger, was vor allem an den fehlenden Deutsch- und Englischkenntnissen des Slowaken liegt.

Auf dem Platz aber vereint der Wirbelwind die Erfahrung von über 100 Erstliga-Einsätzen in seiner Heimat mit dem Hunger eines entwicklungsfähigen Youngsters, der nach nur zwei Spielen bereits Stammkraft war.

Alexander Maldung (26): Der gebürtige Braunschweiger war schon aussortiert und sollte den Klub im Winter verlassen. Doch stattdessen blieb er und stand zuletzt wieder in der Startelf. Die Belohnung für den zweimaligen Nationalspieler: Sein Vertrag wurde gleich um vier Jahre verlängert.

Hier gehts zum zweiten Teil der "Wölfe"-Präsentation

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