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Philipp Lahm (r.) bestritt in Bielefeld sein 151. Bundesligaspiel © imago

Nach dem Sieg in Bielefeld holen die Bayern Luft für den Liga-Endspurt. Philipp Lahm nimmt sein Team bei Sport1.de in die Pflicht.

Von Martin van de Flierdt und Jessica Pulter

München/Bielefeld - Die Spannung rausnehmen und erst einmal durchatmen.

Das ist die Devise des FC Bayern nach dem hart erkämpften 1:0-Pflichterfolg bei Arminia Bielefeld, der die Münchner aussichtsreich im Titelrennen hält und Trainer Jürgen Klinsmann vorerst sicherer im Sattel sitzen lässt

(zum Spielbericht: Bayern wahren Titelchance dank Toni).

Klinsmanns Dank an die Spieler waren zwei trainingsfreie Tage (NACHBERICHT: Erleichterter "Klinsi" verteilt Geschenke).

Und so sah man Philipp Lahm am Samstagabend bei einem seltenen Ausflug ins Nachtleben in der Münchner Disco "089 Bar".

Lahm für den Endspurt zuversichtlich

Ein Zeichen, dass sich die Laune auch beim Nationalspieler merklich gebessert hat. Für den Endspurt zeigt er sich zuversichtlich.

"Wir wollen Meister werden. Und wenn wir alle Spiele gewinnen, dann wird der FC Bayern am Ende der Saison ganz oben stehen", sagte Lahm Sport1.de.

"Wir haben jetzt zwei Heimspiele, und hoffentlich kehrt damit auch ein bisschen Ruhe im Umfeld ein."

Die andauernde Diskussion um Klinsmann seit dem 0:4-Debakel von Barcelona ist an der Mannschaft keineswegs spurlos vorbeigegangen.

Lucio fordert Unterstützung

"Natürlich tun mir die 'Klinsmann-raus'-Rufe weh", räumte Lucio in der "tz" ein. "Der Trainer ist aufrichtig, fleißig, verausgabt sich total. Was sollte denn jetzt ein neuer Trainer bringen, was soll der ausrichten?"

Der Brasilianer nimmt nun die Fans in die Pflicht: "Jetzt kommt die wichtigste Phase der Saison. Gerade jetzt brauchen wir die Fans und deren Motivation. Sie sollten uns helfen."

Damit es für die Bayern noch zur Titelverteidigung reicht, die sie allerdings aus eigener Kraft nicht mehr schaffen können.

Wir müssen in den restlichen sechs Partien dagegenhalten, wie in Bielefeld", fordert Lahm. "Dann werden wir die Spiele auch gewinnen und Bayern wird Meister sein."

Hoffen auf den Wolfsburger Ausrutscher

Und was ist mit Wolfsburg? "Ich würde lügen, wenn ich sagte, dass ich nicht auf den VfL schaue und darauf hoffe, dass er nicht alle seine Spiele für sich entscheidet", gibt der Außenverteidiger zu.

"Aber es reicht ja, wenn Wolfsburg nur ein einziges Mal verliert."

(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Dann wollen die Münchner zupacken. Denn das Selbstvertrauen, meint auch Lucio, sei wieder zurück an der Säbener Straße.

Jörg Butt hat daran gewiss seinen Anteil. Mit dem Routinier anstelle von Michael Rensing zwischen den Pfosten steht in der Bundesliga bislang die Null.

"Er war schon immer ein Leader, auch im Hintergrund", lobt Klinsmann der Torhüter. "Jetzt profitiert die Mannschaft von seiner Ausstrahlung, seiner Ruhe, seiner Erfahrung."

Vorfreude auf die "besten Wochen der Saison"

Butt selbst will daraus aber keine große Sache machen.

"Mit Lucio habe ich schließlich schon in Leverkusen zusammengespielt", begründet er das gute Zusammenspiel. "Und Martin Demichelis ist auch einer, der sofort weiß, was Sache ist."

Lahm freut sich nun auf "die besten Wochen einer Saison". An deren Ende soll - schon der Gewohnheit folgend - der Besuch auf dem Marienplatz stehen.

"Der Titel spielt eine wichtige Rolle in der Trainerfrage", weiß Lucio. "Wenn wir ihn holen, glaube ich, dass Klinsmanns Zukunft in München liegt."

Den negativen Fall denken die Münchner vorerst lieber nicht mehr durch.

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