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"Zwetschge" Misimovic wechselte vom 1. FC Nürnberg zum VfL Wolfsburg © getty

Im zweiten Teil der "Wölfe-Präsentation" beleuchtet Sport1.de die Offensive und lüftet ein weiteres Geheimnis um Grafites Namen.

Josue (29): Das typische Brasilianer-Klischee trifft auf den Kapitän nicht zu. Der "Sechser" ist still, schnörkellos, effektiv und zuverlässig.

Magath schätzt ihn daher wie kaum einen anderen und hält ihn für einen der besten Abfangjäger der Liga.

Und der Nationalspieler hat ihm auch noch seinen einstigen brasilianischen Mitspieler Grafite empfohlen.

Christian Gentner (23): Die "Stuttgarter Nachrichten" verpassten ihm zu VfB-Zeiten wegen seines zurückhaltenden Naturells den Spitznamen "Der junge Milde".

Dort war er in jungen Jahren zeitweise schon Stammspieler, fiel dann in der Meistersaison 2007 etwas durchs Raster.

In Wolfsburg aber blühte der links wie rechts, offensiv wie defensiv einsetzbare Gentner auf und wurde nun von Joachim Löw auf für die Asienreise der DFB-Auswahl berufen.

Sascha Riether (26): Der nächste Deutsche in Magaths Multikulti-Verbund. Als Jugendlicher trauten ihm wegen seiner zierlichen Statur viele keine große Karriere zu.

Er machte das durch unbändigen Ehrgeiz wett. Wurde geschult vom Freiburger Talentschmied Volker Finke, hängte im internen Konkurrenzkampf in der Vorrunde den millionenschweren Weltmeister Cristian Zaccardo ab.

Seit Pekariks Verpflichtung ins Mittelfeld vorverlegt und von zahlreichen anderen Klubs umworben.

Zvjezdan Misimovic (26): Der Bayern-Schreck ist ein Münchner Kindl: Der Bosnier wurde dort geboren, mit dem FCB 2003 als Nachwuchskraft Meister und will auch nach seiner Karriere wieder nach München ziehen.

Konnte sich bei den Bayern-Profis aber nicht durchsetzen, sein Förderer Hermann Gerland vermittelte ihn nach Bochum mit der Empfehlung: "Der kann alles, den muss man nur manchmal treten, damit er unter 80 Kilo bleibt."

Über den Umweg Nürnberg kam "Zwetschge" dann zu Saisonbeginn nach Wolfsburg, wo er über sich hinauswuchs: Mit 20 Torvorlagen stellte er zudem einen neuen Bundesliga-Rekord auf.

Makoto Hasebe (25): Der japanische Nationalspieler kam im vergangenen Sommer von den Urawa Red Diamonds. In der Rückrunde meist nur zweite Wahl, kehrte er am 32. Spieltag beim 4:0 gegen Dortmund in die Anfangsformation zurück.

Ließ sich auch von einem brutalen Kopftritt von Kevin-Prince Boateng nicht außer Gefecht setzen, was "Quälix" Magath offenbar beeindruckte: Stand auch danach mit Kopfverband in der ersten Elf.

Edin Dzeko (23): Der bosnische Stürmer ist geprägt vom Balkankrieg. Seine Familie musste ihr Haus aufgeben, verbrachte viele Nächte im Luftschutzbunker.

18-jährig zog er nach Tschechien und heuerte für ein erstes Gehalt von 80 Euro bei FK Teplice an und wurde von Magath-Assi Bernd Hollerbach für den VfL entdeckt.

Der 1,93-m-Mann kombiniert die Robustheit eines Stoßstürmers mit spielerischen Anlagen und dem Auge für seine Mitspieler.

Und der resolute Magath hat ihm auch latente Einstellungsschwächen ausgetrieben und ihm dank seiner 26 Saisontore auf die Wunschliste von zahlreichen europäischen Top-Klubs verholfen.

Grafite (30): Der Brasilianer hat eine ähnliche Aufsteigergeschichte wie sein kongenialer Sturmpartner hinter sich, seine ist aber noch filmreifer - nicht nur, weil seine Frau Grace Kelly heißt.

Zog in der Heimat acht Jahre als Mülltütenvertreter von Tür zu Tür, weil es mit der Kicker-Karriere nicht klappte.

Landete schließlich nach Stationen in Südkorea und Frankreich bei den "Wölfen".

Trotz der Torjäger-Kanone mit 28 Saisontoren sprechen noch immer viele seinen Namen falsch aus: Es heißt Grafi-tee, nicht Gra-fitsch.

Eigentlich wollte Edinaldo Batista Líbano, so sein korrekter Name, als junger Kicker "Dina" genannt werden.

Ein Trainer nannte ihn jedoch Grafite, weil ihn seine Statur an eine Bleistiftmine erinnerte.

Hier gehts zurück zum ersten Teil der "Wölfe"-Präsentation

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