vergrößernverkleinern
Artur Wichniarek spielt seit 2006 für Arminia Bielefeld © getty

Trotz der Negativserie verfällt Arminia Bielefeld nicht in Panik, denn die Ostwestfalen ärgern sich derzeit nur über ein Detail.

Aus Bielefeld berichtet Jessica Pulter

Bielefeld - Vier Niederlagen in Folge, der letzte Heimsieg liegt gar fünf Monate zurück.

Trotzdem verfällt Arminia Bielefeld nicht in Panik, denn noch stehen die Ostwestfalen in der Tabelle über dem Strich, der den Relegationsplatz bedeutet.

Damit das so bleibt, muss am kommenden Sonntag ein Auswärtssieg gegen den Tabellen-16. Borussia Mönchengladbach her.

Deshalb richtete sich am Samstag bereits Minuten nach der knappen 0:1-Niederlage gegen den FC Bayern München alle Konzentration auf den nächsten Gegner und das wichtige Kellerduell.

Und ein Detail soll sich dabei endlich ändern.

Torflaute in Bielefeld

22 Tore hat Bielefeld in dieser Saison erst erzielt, auch weil Arminias "Lebensversicherung" Artur Wichniarek (12 Tore) seit Anfang Februar nicht mehr getroffen hat.

Nur der Karlsruher SC steht mit 20 Toren in der Liga noch schlechter da. Dazu hat der DSC in der Rückrunde nur zwei Mal das 1:0 markiert.

"Wir brauchen jetzt mal ein Erlebnis, wo wir in Führung gehen, so dass der Gegner kommen muss", forderte auch Sportdirektor Detlev Dammeier im Gespräch mit Sport1.de.

Extra-Einheiten sind keine Garantie

Abhilfe soll da ein dreitägiges Kurztrainingslager in Herzlake bringen, das die Arminen am Dienstag beziehen.

"Das Trainingslager gibt keine Garantie, dass wir gegen Gladbach auch die Punkte holen", erklärte Dammeier weiter.

"Doch es gibt uns die Möglichkeit, dass eine oder andere anzusprechen."

Mangelnde Chancenverwertung

Die Bielefelder wollen insbesondere mentale Kraft sammeln, um sich für den Bundesliga-Endspurt zu rüsten, denn spielerisch konnten sie phasenweise in den letzten Wochen durchaus überzeugen.

Allzu oft war es aber die fehlende Chancenverwertung, die die Punkte gegen Teams wie VfL Wolfsburg, Energie Cottbus oder FC Bayern gekostet haben.

Dammeier: "Wenn wir etwas Positives aus den letzten Spielen mitnehmen, dann dass wir immer wieder in der Lage sind mitzuhalten."

Es droht ein Abstiegsplatz

Mithalten wird in Mönchengladbach am Sonntag aber nicht reichen, die Borussia (23) hat nur einen Punkt Rückstand auf Bielefeld (24).

Sollten die "Fohlen" gewinnen, würde Arminia erstmals seit dem 13. Spieltag wieder in der Tabelle unterm Strich stehen.

"Bis zum letzten Spieltag spannend"

Auch Cottbus (23) könnte vorbeiziehen. Dazu müssten die Lausitzer allerdings, ebenfalls am Sonntag, Tabellenführer Wolfsburg schlagen.

"Es wird bis zum letzten Spieltag spannend", meinte deshalb auch Bielefelds Innenverteidiger Andre Mijatovic.

Verträge müssen warten

Planungssicherheit für die kommende Saison gibt die derzeitige Situation kaum.

Der DSC durchforscht den Spielermarkt sowohl für die Bundesliga als auch für die Zweite Liga, wie Dammeier bestätigte.

Ein Sieg in Gladbach würde zumindest ein Durchatmen bedeuten.

Eine Niederlage, und mit der ostwestfälischen Gelassenheit wäre es wohl vorerst vorbei.

Zum Forum - Jetzt mitdiskutieren!

Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel