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Ist seit September 2006 alleiniger DFB-Präsident: Theo Zwanziger (l.) © imago

DFB-Präsident Zwanziger bricht für Dietmar Hopp eine Lanze. Bei Diego bahnt sich der nächste Ärger an. Die Bundesliga-Splitter.

München - Die Anfeindungen gegen Mäzen Dietmar Hopp von Bundesliga-Tabellenführer 1899 Hoffenheim haben den DFB auf den Plan gerufen und bei Borussia Mönchengladbach große Bestürzung ausgelöst.

Nachdem beim Spiel der Hoffenheimer gegen die "Fohlen" am Samstag in Mannheim (1:0) die Gäste-Fans "Sohn einer Hure" in Richtung Hopp gebrüllt hatten, entschuldigte sich die Borussia am Montag in persönlichen Briefen bei Hopp und DFB-Präsident Theo Zwanziger.

"Das Verhalten dieser Fans war für Borussia beschämend und peinlich und wirft ein schlechtes Licht auf den gesamten Verein", ließ Präsident Rolf Königs auf der Klub-Homepage verlauten.

Die betreffenden Fans wurden in der Mitteilung als "einige Idioten" und eine "Minderheit von Kleingeistern" bezeichnet. Derweil stärkte Zwanziger dem Milliardär demonstrativ den Rücken.

"Peinliches Verhalten"

"Ich glaube, Dietmar Hopp ist besorgt über die Angriffe aus der Fanszene. Diese Beleidigungen tun ihm weh. Man rückt ihn in ein völlig falsches Bild. Dietmar Hopp ist genau das Gegenteil von Abramowitsch", sagte Zwanziger in der "Bild" und lobte Hopp für sein Engagement im Jugendbereich:

"Die Bundesliga sieht er als Zugpferd für sein Nachwuchsprojekt - so wie es beim DFB die Nationalelf ist. Vorbildlich."

Hopp, der aufgrund der anhaltenden Beschimpfungen seitens der gegnerischen Anhänger kaum noch Auswärtsspiele besucht, meinte:

"Dieses Verhalten ist peinlich. Solche Leute disqualifizieren sich selbst. Es fällt auch auf ihren eigenen Verein zurück."

Sport1.de hat weitere News aus der Bundesliga zusammengefasst:

Werder erwartet Diego zurück

Werder Bremen erwartet die Rückkehr seines Spielmachers Diego vom Olympia-Turnier am Dienstag.

Dies sei "wahrscheinlich", erklärte Sportdirektor Klaus Allofs. Um Diegos Abstellung für die Spiele in Peking hatte es Streit zwischen den Hanseaten und dem brasilianischen Verband CBF gegeben.

Erst nach Vermittlung des DFB hatte Werder dem Olympia-Einsatz seines 23 Jahre alten Mittelfeldspielers zugestimmt.

Neuer Ärger mit CBF steht ins Haus

Nach dem Streit von Schalke 04 und Werder Bremen mit dem brasilianischen Fußballverband CBF um die Olympia-Freigabe für Rafinha und Diego ist der nächste Ärger programmiert.

Denn die beiden Selecao-Akteure wurden für die Spiele der südamerikanischen WM-Qualifikation am 7. September in Chile und am 10. September in Rio de Janeiro gegen Bolivien nominiert.

Rafinha stünde den Schalkern damit ebenso erst einen Tag vor dem Revierschlager bei Borussia Dortmund zur Verfügung wie Diego den Bremern vor dem Heimspiel gegen Energie Cottbus.

Neben dem Duo hat Nationaltrainer Dunga zudem die Routiniers Lucio von Bayern München und Josue vom VfL Wolfsburg in sein 22-köpfige Aufgebot berufen.

Okoronkwo zurück in Berlin

Solomon Okoronkwo ist nach dem Gewinn der Olympia-Silbermedaille mit Nigeria wieder zurück in Berlin.

Entgegen seiner ursprünglichen Planungen ließ der 21-Jährige einen Staatsempfang in seiner Heimat sausen, um schnellstmöglich seine Zukunft mit der Hertha zu klären.

"Mich wollen viele Klubs. Und wenn ich bei Hertha nicht spiele, muss ich mich umschauen", hatte Okoronkwo nach dem verlorenen Endspiel in Peking gegen Argentinien erklärt.

Der Stürmer will vor Ablauf der Wechselfrist am 31. August einen neuen Verein finden.

Demichelis im Gaucho-Aufgebot

Abwehrspieler Martin Demichelis von Bayern München ist für Argentiniens WM-Qualifikationsspiele am 6. September in Buenos Aires gegen Paraguay und vier Tage später in Lima gegen Peru berufen worden.

Dagegen erhielt sein Teamkollege Jose Sosa, der mit den Gauchos in Peking Olympia-Gold gewann, diesmal keine Einladung.

Trainer Alfio Basile nominierte vorerst nur die im Ausland tätigen Profis, darunter sieben Olympiafahrer.

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