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Bislang stets Gegenspieler, bald vereint? Franck Ribery (l.) und Rafinha © getty

Aus Madrid soll ein 38-Millionen-Angebot für Ribery gekommen sein. Eine Verpflichtung des Schalkers soll unmittelbar bevorstehen.

Von Martin Hoffmann

München - Barcelona, Manchester, Chelsea - die Liste der angeblichen Interessenten an Franck Ribery ist lang.

Nun soll es angeblich einen neuen Vorstoß eines europäischen Topklubs gegeben haben, den Mittelfeld-Superstar des FC Bayern zu verpflichten.

"ITA Sport Press", eine Online-Zeitung aus Italien vermeldet, dass ein Kandidat für die anstehende Präsidentschaftswahl bei Real Madrid mit einem 38-Millionen-Euro-Angebot an den Rekordmeister herangetreten wäre.

Riberys Berater Alain Migliaccio sei deshalb in München gewesen und hätte sich mit Bayern-Präsident Franz Beckenbauer zu dem Thema unterhalten.

Angeblich hat der FC Bayern den Vorstoß abgelehnt und will mindestens 50 Millionen Euro Ablöse für den bis 2011 gebundenen Franzosen haben.

Neuauflage der "Galaktischen"?

Reals Präsidentschaftskandidat, von dem die Rede ist, dürfte Bauunternehmer Florentino Perez sein, der bis 2006 Präsident des Vereins war und sich am 14. Juni erneut für das Amt bewerben will.

Perez blieb vor allem für seine Politik in Erinnerung, den Klub mit teuren Super-Transfers wie etwa David Beckham, Ronaldo und Michael Owen zu verstärken - Stichwort "Galacticos".

Ein weiterer der "Galaktischen" von damals, Zinedine Zidane, soll als Mittelsmann für die Bemühungen um Ribery dienen. Migliaccio war für Zidane in derselben Funktion tätig.

Es scheint, als ob Perez mit der Aussicht auf einen Ribery-Transfer Punkte im Wahlkampf um den Chefposten in Madrid sammeln will - so wie er einst mit dem Versprechen, Luis Figo zu verpflichten, seinen ersten gewann.

Hoeneß schweigt

Die Bayern-Bosse, die immer wieder die Unverkäuflichkeit Riberys betont haben, sind aktuell dazu übergegangen die Gerüchte gar nicht mehr zu kommentieren.

Auf Anfrage von Sport1.de wollten sich weder Manager Uli Hoeneß noch Vorstand Karl-Heinz Rummenigge noch zum Thema Ribery äußern.

"Dazu kein Kommentar", erklärte Manager Uli Hoeneß auch zum neuen Gerücht in der "Bild".

Ähnlich war der Umgang mit der Meldung von "News of the World", dass Manchester United an Ribery dran wäre (Kaka und Ribery zu ManUnited?).

Einigkeit über Rafinha?

Während Europas Tobklubs sich nach dem Prunkstück von Bayerns linker Seite die Finger lecken, ist Bayern offenbar kurz davor, seinen rechten Korridor zu verstärken.

Wie die "Abendzeitung" unter Berufung auf Informationen aus dem Schalker Aufsichtsrat vermeldet, ist Bayern sich mit S04 über einen Transfer von Rafinha einig. Ein Vertrag sei allerdings noch nicht unterschrieben.

Rafinha ist bis 2011 an Schalke gebunden, ihn loszueisen dürfte Bayern an die zehn Millionen Euro kosten.

Breitner beobachtet

Gerüchte über Interesse der Bayern an dem Außenverteidiger gibt es schon länger, es heißt, dass Paul Breitner - der zuletzt oft bei Schalke im Stadion saß - den Brasilianer beobachten sollte.

Dass auf Rafinhas Position bei Bayern Handlungsbedarf besteht ist bekannt: Weder Christian Lell noch Weltmeister Massimo Oddo haben sich als probater Ersatz für den Sportinvaliden Willy Sagnol erwiesen (93065DIASHOW: Die Baustellen des FC Bayern).

Rafinha würde ein Wechsel zu Bayern insofern nützen, dass er sich dort besser für die brasilianische Nationalelf empfehlen kann.

"... dann müssten wir reden"

"Ich stehe in der Liga auf Platz sechs und spiele nicht international. Das muss sich ändern", klagt Rafinha in der "Sport Bild" jetzt auch.

"Dieser große Verein müsste jede Saison Champions League spielen", fordert er: "Das Ziel darf nicht aus dem Auge verloren werden."

Zu einem möglichen Abgang meint er: "Würde ein sehr gutes Angebot für den Verein und für mich kommen, müssten wir reden."

Schalke dementiert

Doch die Schalker dementieren. "Die Spekulationen entbehren jeder Grundlage", erklärte Schalkes Aufsichtsratschef Clemens Tönnies.

"Es gibt keine Anfrage aus München, nicht mal einen losen Kontakt, einfach nichts. Von einer Einigung zu sprechen, ist abenteuerlich. Und wir sind gar nicht interessiert, einen Leistungsträger wie Rafinha abzugeben", so Tönnies weiter.

"Die Meldungen entbehren jeder Grundlage. Rafinha hat uns gegenüber nie den Wunsch geäußert, den Klub zu verlassen, noch gibt es eine Anfrage für ihn und erst Recht keine Einigung mit einem anderen Klub", sagte Geschäftsführer Peter Peters.

Und auch Rafinhas Berater Leo Scheinkmann wollte sich auf Rückfrage von Sport1.de nicht weiter äußern.

Frey-Transfer soll geplant werden

Die "Sport Bild" meldet zugleich auch, dass die Bayern planen, Sebastien Frey (DATENCENTER: Spielerporträt) als neuen Stammkeeper zu verpflichten.

Der 29-jährige Franzose von Luca Tonis Ex-Klub AC Florenz wird schon seit längerem mit den Bayern in Verbindung gebracht - auch schon als direkter Nachfolger Oliver Kahns.

Nun gilt er wieder als Kandidat als neue Nummer eins des Rekordmeisters - ebenso wie Hannovers Robert Enke, Wolfsburgs Diego Benaglio und der Kameruner Carlos Kameni (DATENCENTER: Spielerporträt) von Espanyol Barcelona.

Podolski kann auflaufen

Rafinha hat derweil am Samstag Gelegenheit, bei seinem potenziell neuen Arbeitgeber vorzuspielen, wenn die "Knappen" bei den Bayern zu Gast sind (ab 15.30 Uhr LIVE).

In der Partie kann Bayern-Trainer Jürgen Klinsmann wieder auf Lukas Podolski zurückgreifen.

Der zuletzt wegen Wadenproblemen angeschlagene Stürmer ist wieder ins Training eingestiegen - ebenso wie Ze Roberto, Breno und Oddo.

Einzig der an der Hand verletzte Ersatztorhüter Michael Rensing und Miroslav Klose müssen weiter pausieren.

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