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Mario Gomez gewann 2006/07 mit dem VfB Stuttgart die Deutsche Meisterschaft © getty

Nationalstürmer Mario Gomez spricht bei Sport1.de über die Meisterchancen mit dem VfB und über die Torflaute in der Nationalelf.

Von Martin Volkmar

München/Stuttgart - Der VfB Stuttgart ist in der Bundesliga im Moment die Mannschaft der Stunde.

Maßgeblichen Anteil daran hat Mario Gomez.

Der Torjäger befindet sich derzeit in Topform und erzielte am letzten Spieltag in Köln alle drei Treffer für die Schwaben.

Im Gespräch mit Sport1.de spricht der Nationalstürmer über seine aktuelle Verfassung, die Torjägerkanone, die Stuttgarter Chancen auf die Meisterschaft und das Spiel am Samstag gegen Eintracht Frankfurt (ab 15 Uhr LIVE ).

Sport1.de: Herr Gomez, Sehen Sie Parallelen zur Saison 2006/2007?

Mario Gomez: Aus meiner Sicht kann man die damalige Situation nicht mit der aktuellen Lage vergleichen. Damals waren wir fast die gesamte Spielzeit über in den oberen Tabellenregionen platziert, in der laufenden Saison lagen wir nach der Vorrunde schon fast aussichtslos zurück. Vor diesem Hintergrund wäre es ein großer Erfolg, wenn wir uns am Ende für den UEFA-Cup bzw. die Euro League qualifizieren würden.

Sport1.de: Kann der VfB Stuttgart auch diesmal Meister werden?

Gomez: Natürlich ist das theoretisch möglich. Doch bei realistischer Betrachtung ist es sehr unwahrscheinlich, dass sich alle vier vor uns platzierten Mannschaften eine Blöße geben. Wir konzentrieren uns nur auf uns und wollen am Samstag gegen Eintracht Frankfurt an die Leistungen und Ergebnisse der vergangenen Spiele anknüpfen.

Sport1.de: Welche Bedeutung hat es für den Titelkampf, dass Sie noch gegen Wolfsburg und Bayern spielen?

Gomez: Auch wenn es abgedroschen klingen mag, aber das nächste Spiel ist immer das schwerste. Es bringt nichts, sich schon jetzt mit diesen Begegnungen zu beschäftigen. Wichtig ist, dass wir am Samstag gegen Eintracht Frankfurt von der ersten Minute an hellwach und voll konzentriert sind.

Sport1.de: Wie erklären Sie sich die Leistungssteigerung des VfB in den vergangenen Wochen?

Gomez: Wir haben aus den Fehlern der Vorrunde gelernt und treten nun insgesamt kompakter und geschlossener auf. Die Stimmung innerhalb des Teams ist sehr gut, jeder stellt sich zu 100 Prozent in den Dienst der Mannschaft. Das Spiel in Köln war diesbezüglich ein gutes Beispiel. Cacau und Sami Khedira haben jeweils in aussichtsreicher Position auf mich quergelegt und ich musste den Ball nur noch über die Linie schieben.

Sport1.de: Welchen Anteil daran hat Markus Babbel?

Gomez: Markus Babbel kennt das Profigeschäft sehr gut. Er stand bei großen Vereinen unter Vertrag und hat dort mit namhaften Trainern zusammen gearbeitet. Er kann sich gut in die Spieler hineinversetzen und hat es geschafft, uns nach der größtenteils enttäuschenden Vorrunde wieder das nötige Selbstvertrauen zu geben.

Sport1.de: Wie beurteilen Sie Ihre eigene Form im Vergleich mit 2007, als Sie Fußballer des Jahres wurden?

Gomez: Meine Leistungen sollen andere bewerten. Derzeit läuft es für die gesamte Mannschaft und auch für mich persönlich sehr gut und ich hoffe, dass wir diese Form möglichst lange aufrecht erhalten können.

Sport1.de: Wie wichtig waren für Sie die Treffer für Stuttgart nach der Rückkehr von der Nationalmannschaft?

Gomez: Tore sind immer gut fürs Selbstvertrauen. Doch obwohl die Situation bei der Nationalmannschaft für mich zuletzt nicht ganz einfach war, haben ich immer an mich und meine Fähigkeiten geglaubt. Deshalb bin ich auch davon überzeugt, dass meine torlose Zeit im Nationaltrikot schon bald beendet sein wird.

Sport1.de: Ist die Torjäger-Krone ein erklärtes Ziel?

Gomez: Jeder Stürmer schielt mit einem Auge auf die Torjägerliste. Entscheidend ist aber einzig und allein der Erfolg der Mannschaft. Solange wir gewinnen, ist es mir völlig egal, wer die Tore schießt.

Sport1.de: Was sagen Sie zu den anhaltenden Wechselgerüchten um Ihre Person?

Gomez: Damit beschäftige ich mich derzeit nicht. Fakt ist, dass ich mich in Stuttgart sehr wohl fühle und mit dem VfB eine erfolgreiche Saison spielen möchte.

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