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Marko Pantelic erzielte in 20 Spiele für die Hertha sechs Tore © getty

Die Berliner planen Tabellenführer Wolfsburg auf den Fersen zu bleiben. Die Hoffenheimer denken indes an "Spaßfußball".

München - Der Zwist um Manager Dieter Hoeneß soll ebenso keine Rolle spielen wie die Unruhe um den öffentlich gewordenen Erpressungsversuch gegen Kapitän Arne Friedrich.

Im Endspurt der Bundesliga will Hertha BSC Berlin die Störfeuer klein halten und den Traum von der ersten Meisterschaft seit 78 Jahren nochmal kräftig anfachen.

"Der Glaube ist wieder da", verkündete Ersatzkapitän Josip Simuic vor dem "Duell der Gestrauchelten" am Freitag (ab 20 Uhr LIVE) beim gestürzten Herbstmeister 1899 Hoffenheim.

Mit einem Sieg würde Hertha zumindest vorübergehend auf Platz zwei vorrücken und den Rückstand auf Spitzenreiter VfL Wolfsburg auf zwei Punkte verkürzen.

Favre bremst die Erwartungen

Doch von Hochrechnungen im Titelkampf will Trainer Lucien Favre beim einstigen Tabellenführer nichts mehr wissen.

"Wir betrachten nur noch jedes Spiel einzeln, und konzentrieren uns ganz auf Hoffenheim", sagte der Schweizer.

Dort muss Favre vor allem entscheiden, wer den Platz im Sturm für den rot-gesperrten Andrej Voronin einnimmt.

Marko Pantelic hat sich nach überstandener Hüftprellung zwar wieder fit gemeldet, doch könnte der Tunesier Amine Chermiti nach seiner guten Vorstellung beim 2:1-Sieg am vergangenen Sonntag gegen Werder Bremen den Vorzug erhalten und sein Debüt in der Startelf feiern.

Hoeneß: "Team hat Biss gezeigt"

Der Erfolg gegen Bremen nach zuvor drei Pleiten in Folge hat die Hoffnung auf den Titel bei den Hauptstädtern noch mal entfacht.

Hoeneß unterstreicht den Glauben an eine "Trendwende" zum Guten.

"Das Team hat wieder Biss gezeigt. Mit diesem Biss können wir in den letzten sechs Spielen noch einiges erreichen", sagte Hoeneß, der zumindest auf die Qualifikation für die Champions League und damit verbundene wichtige Zusatzeinnahmen hofft.

Um die hohen Ziele nicht zu gefährden, hält die Hertha den schwelenden Streit zwischen Hoeneß und dem Präsidium klein.

Auch der zuletzt öffentlich gewordenen Erpressungsversuch gegen den zurzeit verletzten Nationalverteidiger Friedrich soll die Konzentration im Endspurt nicht stören.

Hoffenheim gibt UEFA-Cup schon auf

Hoffenheim hat dagegen die Teilnahme an der UEFA-Europa-League, dem Nachfolger des UEFA-Cups, bei sechs Punkten Rückstand auf den Tabellen-Fünften VfB Stuttgart vorzeitig abgehakt.

"Es macht keinen Sinn, sich noch mit solchen Zielen zu beschäftigen", sagte Trainer Ralf Rangnick.

Nach dem freien Fall mit zehn Spielen in Serie ohne Sieg hat Rangnick beim schlechtesten Herbstmeister aller Zeiten vielmehr den "Spaßfußball" ausgerufen.

Allerdings müssen die Gastgeber neben den Langzeitverletzten Vedad Ibisevic, Andreas Ibertsberger und Matthias Jaissle ohne die beiden rot-gesperrten Brasilianer Carlos Eduardo und Luiz Gustavo auskommen.

Immerhin kehrt Ex-Nationaltorhüter Timo Hildebrand nach auskurierter Knieverletzung zwischen die Pfosten zurück.

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Hoffenheim: Hildbrand - Beck, Nilsson, Compper, Janker - Vorsah - Weis, Teber, Salihovic - Obasi, Ba Berlin: Drobny - Stein (Piszczek), von Bergen, Simunic, Cufre - Ebert, Kacar - Nicu, Cicero - Raffael - ChermitiSchiedsrichter: Wolfgang Stark (Ergolding)

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