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Martin Demichelis (r.) mit Sosa (l.) und van Bommel "will kämpfen wie noch nie" © getty

Vor dem "ersten von sechs Endspielen" um die Meisterschaft gegen Schalke gibt sich Bayern-Verteidiger Martin Demichelis martialisch.

Über den FC Bayern berichtet Christian Stüwe

München - Für Bayern München geht es im Spiel gegen Schalke (ab 15 Uhr LIVE) schon fast um alles oder nichts.

Bei einer Niederlage oder einem Unentschieden droht Spitzenreiter Wolfsburg, der am Sonntag in Cottbus ran muss, weiter zu enteilen.

Und die Schalker sind wieder in der Spur. Die letzten drei Spiele wurden gewonnen, wie auch Martin Demichelis weiß.

"Wenn man gewinnt, bekommt man Selbstvertrauen", sagte der Innenverteidiger zu Sport1.de. "Aber wenn wir so spielen wie im Rückspiel gegen Barcelona, werden wir gegen Schalke gewinnen."

"Kämpfen wie noch nie in der Geschichte"

Keine Frage, der FCB ist angriffslustig. Und wie. "Wir werden kämpfen, wie noch in der Geschichte des FC Bayern", versprach der Argentinier.

"Wir haben jetzt sechs Endspiele", erklärte Demichelis: "Ich denke, es wird spannend bleiben bis zum letzten Spieltag gegen Stuttgart."

Bayern schaut nicht auf Wolfsburg - oder doch?

Der Blick richte sich nicht nach Wolfsburg, sagte Demichelis.

Diese Aussage kann man dem Nationalspieler allerdings nicht so ganz abnehmen, schließlich sind die Münchner bei drei Punkten Rückstand auf einen Patzer der Konkurrenz angewiesen.

Toni glaubt an Wolfsburg-Patzer

"Sie haben zuletzt zweimal erst in letzter Minute gewonnen", gab Stürmer Luca Toni zu bedenken. "Ich glaube nicht, dass sie alle Spiele gewinnen werden."

Das Psychoduell hat begonnen, die Spitzen sind ausgetauscht. "Wir haben die Champions League verpasst und auch den DFB-Pokal. Wir können uns keine weiteren Fehler erlauben", forderte Demichelis volle Konzentration.

"Nur wenn wir den Titel gewinnen, wird man sich an uns erinnern. Wenn wir es nicht tun, war es ein verlorenes Jahr", sagte Luca Toni: "Wolfsburg muss unseren Atem spüren."

Keine Frage, die Bayern haben sich für den Schlussspurt neu formiert. Nach dem Tiefpunkt in Barcelona hat sich die Mannschaft neu eingeschworen, auch wenn Toni das anders sieht.

"Die Mannschaft war nie auseinander"

"Die Mannschaft war nie auseinander", sagte Toni zu Sport1.de. "Wir haben nur ein schlechtes Spiel gemacht. Gegen Barcelona. In der Liga sind wir genauso gut wie im letzten Jahr. Nur ist Wolfsburg stark."

Das Selbstbewusstsein des FC Bayern ist wieder da, aber auch der Respekt vor den "Wölfen".

"Wenn sie alles gewinnen, wären sie ein verdienter Meister", sagt der italienische Weltmeister, der gegen Schalke wieder als einzige Spitze ran muss. Was ihm nicht unbedingt behagt.

Toni ungern allein

"Im Leben ist es nie schön, allein zu sein", bemerkte Toni mit einem Augenzwinkern: "Es ist einem schon lieber, wenn man vorne unterstützt wird."

Auch wenn der gesetzte Sturmpartner Miroslav Klose weiter verletzt ausfällt, darf sich Toni am Samstag Hoffnung auf Beistand machen. Lukas Podolski steht nach überstandener Verletzungspause wieder parat.

Kein Verständnis für Schiedsrichter

Weiteren Grund zum Hadern hatte Toni aber dennoch. Eine Gelbe Karte gegen Arminia Bielefeld in der vergangenen Woche ärgerte den Stürmer noch immer.

"Ich verstehe das in Deutschland manchmal nicht so ganz. Für gefährliche Fouls gibt es oft keine Gelbe Karte, dann aber für Dinge, die nichts waren", bemängelte Toni .

"Ich habe weniger als nichts gemacht", beteuerte Toni mit Unschuldsmiene.

Gleichzeitig gab er sich kämpferisch im Bezug auf einen Verbleib Franck Ribery (93065DIASHOW: Die Baustellen des FC Bayern).

Ribery für die Champions League benötigt

"Ich bin der Meinung, dass Bayern versuchen muss, Franck zu halten, wenn wir in der Champions League erfolgreich sein wollen", sagte Toni.

Da sind sie schon wieder, die Gedanken an die kommende Saison. Doch zunächst steht Schalke und der Meisterschaftsendspurt an.

Die Bayern wirken auf jeden Fall topmotiviert.

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